Ich versuche ja jetzt schon ein Weilchen, Phillip an die Brust zu gewöhnen. Allerdings tun sich mir da immer wieder Probleme auf, die mir niemand richtig beantworten kann. Ich weiß nicht, wie lange ich ihn an jeder Seite anlegen soll. Es heißt immer, Du hörst ihn doch schlucken. Aber ehrlich gesagt höre ich da garnix. Ich höre nur, wie er nuckelt. Also so ein zutschen ab und zu. Aber er bleibt auch nie länger als ein paar Sekunden an der Brust. Er "beißt" kurz rein und zieht mal kräftig und läßt dann gleich wieder los. Ich drück ihm schon immer ein paar Tropfen raus, damit er auf den Geschmack kommt. Aber das Hilft auch nicht viel. Und nach ca. 5 Minuten brüllt er die Brust nur an. So geht das auf beiden Seiten. Danach geb ich ihm noch die Flasche, weil ich ihn ja auch nicht hungern lassen will.
Was meint Ihr, wie könnte ich es noch anders oder besser machen?? Ich weiß ja, daß häufiges anlegen die Milchbproduktion ankurbelt. Aber ich merk davon nix. Wenn ich danach noch abpumpe (ca. alle 3-4 Stunden), kommt auch nicht mehr. Obwohl ich Phillip manchmal alle Stunde versuche anzulegen.
Soll ich ihm einfach kein Fläschchen mehr geben?? Oder ist das zu brutal?? Irgendwann muss er dann doch mal bei mir richtig trinken.
Bitte schreibt mir eure Meinung dazu!!!!
Kommentare
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Das ist das Problem an der früh verabreichten Flasche, dass sie das Saugen an der Brust nicht richtig lernen und dadurch unter Umständen an der Brust trinkfaul werden.
Nun weiss ich ja nicht, was du eigentlich willst. Solange wie möglich halt noch "zusätzlich" stillen und es stellt für dich kein Problem dar, wenn die Milch von nun an immer weniger wird, oder doch noch einen Versuch wagen und Philip voll stillen. In letzterem Fall würde ich dir unbedingt eine Stillberatung (Hebamme) ans Herz legen.
Ansonsten gibts hier auch ausgezeichnete Tipps und Unterstützung, wie man das vielleicht noch hinkriegt.
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Hast du schonmal probiert vorher zu pumpen bis der Milchspendereflex da ist und ihn dann anzulegen? Vielleicht kannst du ihn damit überzeugen länger an der Brust zu trinken, wenn er sich nicht erst so sehr anstrengen muss sondern direkt die Milch losfließt.
Ich schicke dir aber auch nochmal Kirsten vorbei, die ist die eigentlich Expertin. Bzw. vielleicht wäre auch das Expertenforum etwas für dich, denn euer Fall ist ja doch etwas komplexer und braucht wohl eine intensivere Beratung und Begleitung.
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Die kann dir zeigen, wie du alternativ zufüttern kannst, z.B. mit einem Becher oder einem Fingerfeeder oder einem Brusternährungsset.
Wenn er jetzt weiter die Flasche bekommt, wird er nichts aus der Brust herausbekommen, weil er eben verwirrt ist.
Ich würde nicht einfach die Flasche weglassen. Du fütterst ja ziemlich regelmäßig zu, wenn du das einfach weglässt, hat er ja wirklich zu wenig...
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weil so hat er ja nicht nur das saugverwirrungsproblem, sondern auch das problem, dass die brust im augenblick doch wesentlich zu wenig milch produziert. (du schreibst ja nicht, wie viel du immer per flasche zufütterst).
das muss sich erst mal langsam umstellen, wenn das eine große menge ist denke ich.
das würde ich mich erst trauen, wenn ich nach seinem trinken noch so viel milch rauspumpen kann, dass der davon in der flasche satt wird.
und zwar mit einer guten pumpe, du kannst dir eine ausleihen bei der apotheke (oder dein arzt verschreibt dir eine).
kannst du ihn eventuell anders füttern als mit flasche?
ich habe meinem kleinen glukose per löffel schlückchenweise in den mund laufen lassen (weil der keine flasche genommen hat, ich aber noch keinen milcheinschuss hatte und er weil er so leicht war was gebraucht hat).
dann würde er vielleicht das flaschnenuckeln vergessen.
könntest du dich vielelicht anfangs nur als schnuller missbrauchen lassen?
schnuller wegnehmen und dafür busen geben? normalerweise schnullern die ja sehr gerne in dem alter.
irgendwann kommt dann schon die milch, wenn er nur lange gnug an dir rumschnullert. vielleicht kommt er so auf den geschmack und trinkt beim schnullern dann langsam immer mehr, dass du ganz langsam die flashcn reduzieren kannst?
dieses zischen heisst, dass milch rauskommt. beim mir klingt das auch so.
lg Lilly
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Auch keine Glukoselösung, das bringt ja nichts. Die ist selbst für die Zeit überflüssig, wenn noch keine Milch eingeschossen ist, und erst recht, wenn das Kind sowieso schon regelmäßig Schüttelmilch bekommt.
Geh zu einer stillverständigen Hebamme oder zu einer Stillberaterin, die kann die Situation besser einschätzen und mal sehen, wie das Kind an der Brust trinkt.
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Meine Hebi meinte jetzt allerdings auch, es wäre am besten, ich würde ihm garkeine Flasche mehr geben. Irgendwann würde er schon bei mir trinken wenn er Hunger hat. Sie hat ihm am Mittwoch das Zungenbändchen durchgeschnitten. Sie meinte, dadurch hätte er schwierigkeiten, die Brustwarze zu fassen zu kriegen. Und danach hat es auch wirklich besser geklappt. Allerdings denke ich, daß er zu schnell aufgibt, weil nicht gleich genug Milch kommt.
Ich will das mit dem totalen Flaschenentzug bald probieren. Nur im Moment bin ich noch so erkältet, daß ich nicht die Nerven dazu habe. Ich lege ihn immer mal an. Aber mehr schaff ich im Moment nicht. Aber nächste Woche klappt das sicher mal. Und ich wäre heilfroh, wenn ich das mit dem Stillen noch hinbekomme, bevor Thomas nach München geht. Dann läuft vieles einfacher.
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was ist, wenn durch das dauernde flacshenfüttern die brust nur noch sagen wir mal 50ml pro tag bildet?
bis sich das umgestellt hat auf vielleicht so 800ml könnte es doch schon einige zeit dauern?
paar tage? will man dann riskieren sein kind so lang wirklich dursten zu lassen?
nee würde ich persönlich nicht riskieren.
deswegen würde ich vorher schauen, dass ich mit der pumpe so viel milch anrege, dass ich weiss, dass er davon satt werden kann. und erst dann den flaschen weglass versuch starten.
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hast du inzwischen die flasche weggelassen?
ich bin in einer ähnlichen situatuin wie du und mich würde sehr interessieren, wie es bei dir so läuft.
grüsse
anna
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Ich habe das Stillen aufgegeben. Habe die Flasche ein paar Tage weggelassen und es hat garnix gebracht. Phillip hat den ganzen Tag gebrüllt bis er fast keine Luft mehr bekam. Und das muss ich meinem Kind nicht antun. Es ärgert mich aber sehr, daß es geklappt hat, als die Hebamme da war, aber wenn ich alleine war, ging garnix. Jetzt gebe ich nur noch Flasche und komme damit auch gut klar.
Ich wünsche Dir wirklich von Herzen, daß es bei Dir klappt. Jedes Kind ist ja anders. Einen Versuch ist es jedenfalls wert.
Vieleicht schreibst Du mir ja, wie es läuft. Das interessiert mich auch sehr.