Gehfrei an der Leine

HerzjeHerzje

1,048

bearbeitet 17. 05. 2006, 15:43 in Plauderecke
Leider habe ich es selber nicht gesehen. Mein Mann erzählte mir heute, dass an unserem Haus eine Frau vorbeispazierte, im Schlepp ein Gehfrei mit einem ca. 7 Monate alten Baby drin. Baby hatte ein absolut unbegeistertes Gesicht. Es zappelte darin herum, kam mit den Füßchen nicht auf den Boden. Leider kam die gute Frau nicht mehr vorbei - der hätte ich was erzählt!
Die hat wohl einen an der Waffel?
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Kommentare

  • bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    :shock:

    Also ne, das gibts ja nicht, und dann noch an der Leine wie ein Hündchen.
    Also Leute gibt's!
  • bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    :shock: wie und dann auch noch in der Nähe der Straße? Da gibt es keine Bremse, alleine in unserer früheren Küche(die abschüssig war) hätte so ein Ding kippen können. Und dann vor aller Leute Augen das Kind "ausfahren". :neutral:
  • HerzjeHerzje

    1,048

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Ich lege mich auf die Lauer, ich freu' mich schon darauf, wenn die Dame meinen Weg kreuzt. :twisted:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    als Provokation könntest du ja jemand Bekanntes einweihen und selber an die Leine nehmen, wenn sie kommt. Die wird Augen machen :biggrin:
  • MajonieMajonie

    3,882

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    :shock: :shock: :shock:

    ich hab ja schon kinder die kaum sitzen können festgezurrt in diesen komischen dreirad/gehfrei-mobilen gesehen.- aber das sprengt den rahmen meiner vorstellungskraft!
  • OkaasanOkaasan

    356

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    kinder an der leine finde ich eh das letzte.hier ist das momentan voll in mode wieso auch immer .Was ich am WE im Einkaufzentrum gesehn habe hat dem Fass wirklich den Boden ausgeschlagen.Da war eine Frau die ihr kind (was aeusserst unsicher gelaufen ist) auch an der leine hatte und als es scheinbar muehde war und weinte zog sie an der leine um es hoch zu heben :shock: das war zuviel .ich war wirklich schockiert .
  • flohmamaflohmama

    299

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Aso ich hab Floh auch an der Leine wenn wir einkaufen gehen/ an der Straße da es einfach sicherer ist. Wir haben hier nur schmale bir keine Gehwege und er läuft nicht wirklich an der Hand und schlägt gerne Haken richtung Straße. Ich ziehe und zerre da aber nicht dran und er kann damit auch rennen, die Leine ist immer kocker. Wenn er müde ist wird er getragen und wo es ungefährlich ist läuft er ohne Leine.
    Meine Meinung ist lieber ein angeleintes Kind ls ein überfahrenes.

    P.S. Das mit dem Gehfrei finde ich auch unmöglich.


    LG

    Steffi
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 1. 05. 2006, 10:41
    @ Flohmama: Dein Kind ist doch kein Hund??

    Wie fändest du es denn wenn man dich an die Leine nehmen würde??

    Ich finde sowas erniedriegend und unwürdig.
    Ein Kind kann lernen an der Hand zu bleiben.. und wo es gefährlich wird kommt es eben in den Buggy,

    Aber anleinen wie einen Hund finde ich absolut demütigend und Menschenunwürdig.


    Auch am schmalen GEhweg kann ich außen und das Kind innen gehen.
  • OkaasanOkaasan

    356

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    AnjaH schrieb:
    @ Flohmama: Dei nKidn ist doch kein Hund??

    Wie fändest du es denn wenn man dich an die LEien nehmen würde??

    Ich finde sowas erniedriegend und unwürdig.
    Ein Kind kann lernen an der Hand zu bleiben.. und wo es gefährlic hwird kommt es eben in den Buggy,

    Aber anleinen wie einen Hund finde ich absolut demütigend und Menschenunwürdig.


    Auch ma schmalen GEhweg kann ich außen und das Kind innen gehen.


    Das sehe ich ganz genauso @Anja du sprichst mir aus der seele .
  • flohmamaflohmama

    299

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Natürlich ist Floh kein Hund. Er hat die Leine ja nicht um den Hals sondern ein Lauflerngeschirr. Er will absolut nicht an der Hand laufen und Buggy und laufen geht auch nicht. Also bleibt nur die Leine. Er ist auch nicht eingeschränkt damit sondern rennt fröhlich rum. Wenn er nur schreien würde wenn ich sie ummache würde ich es nicht benutzen. Aber solange sie ihn nicht stört und er noch nicht sicher an der Hand läuft, was wir üben, bleibt es wie es ist. Das er auf mich hört wenn ich sage er soll stehen bleiben kann ich noch nicht verlangen. Wenn er was interessantes sieht rennt er kopflos los. Ich habe auch noch nie blöde Kommentare deswegen bekommen, eher im Gegenteil.
    Bei euch mag es vielleicht so klappen, bei uns leider noch nicht.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    also die einzige Gelegenheit, bei der so ein "Lauflerngurt" Sinn macht, ist, wenn ältere Kinder im Kinderwagen auf dem Bauch liegen wollen, um mehr Aussicht zu haben, aber eben nicht rausfallen sollen. Aber wie soll ein Kind lernen, an der Hand zu gehen, wenn es immer die Leine hat? Im Zweifelsfall nehme ich bei langen Strecken lieber den Kinderwagen(mein Großer war bis 3 Jahre im Buggy, er war auch zu schnell und hat anfangs nicht gleich auf die Autos reagiert). Ich finde selbst bei älteren(oder älter wirkenden Kindern, weil sehr groß) ist ein Buggy immer noch besser als so eine Leine.
  • flohmamaflohmama

    299

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Er lernt es indem ich die Leine halte und ihm die Hand reiche. Sprich die leine ist in dem Moment ungenutzt.
  • Fantasia78Fantasia78

    1,356

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Ich erinnere mich, als ich ein Kind war, hatte eine Oma in unserem Ort ihren Enkel auch immer an der Leine...
    Dieses Kind wurde immer ausgelacht. Von Erwachsenen und Kindern, es wurde getuschelt darüber und für mich war es auch später immer "der Junge mit der Leine".
    Ich finde, das ist einfach keine Art und Weise mit einem Kind umzugehen. Es sieht lächerlich aus und man führt sein Kind damit vor. Klar, die Kinder selbst können es noch nicht abschätzen, haben keine Ahnung davon, dass es lächerlich wirken könnte.
    Ich weiß, dass es manchmal schwierig ist mit Kindern. Ich bin Erzieherin und war schon öfters mit kleinen Kindern spazieren. Es ist mühsam, immer wieder zu sagen, dass die Kleinen da bleiben sollen und so.
    Aber manche Dinge mit Kindern sind eben mühsam, man muss sich mit vielen Dingen mehr Zeit nehmen und es oft erklären.
    Louis läuft jetzt, mag es aber nicht an der Hand genommen zu werden. Ich habe auch schon überlegt, wie ich das denn machen, wenn er wegläuft und sich wehrt, auf die Straße laufen will. Für mich steht fest, dass er dann eben 2 Auswahlmöglichkeiten bekommt: Entwerde Hand oder Kinderwagen... auf die Idee mit der Leine wäre ich nie gekommen.... :???:

    Grüße
  • HerzjeHerzje

    1,048

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Da Marius nicht an der Hand laufen wollte, war ich vor einigen Monaten auch versucht, so ein "Kindergeschirr" zu kaufen. Nachdem er sich im hohen Schnee mehrmals richtig abwaffelte, hatte er das Einsehen, seit Weihnachten läuft er an der Hand. Naja kommt halt auf die Tagesform an - manchmal möchte er partout nicht, dann stelle ich ihn vor die Wahl: entweder Hand, oder sofort umkehren. Da er immer raus will .... :biggrin:
  • mimmi36mimmi36

    511

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Also auf den ersten Blick erinnert die Leine wirklich an ein Hündchen, und als ich das erste Mal sowas gesehen habe, fand ich es auch befremdlich. Aber bei näherer Überlegung kann ich es so schlimm eigentlich nicht finden. Ich weiß nicht, ob ich es machen würde, Aaron bleibt auch bis jetzt ohne Probleme im Wagen. Aber wenn er weder im Wagen sitzen noch an der Hand laufen wollte, würde ich es vielleicht auch mal ausprobieren, vielleicht macht es ihm ja Spaß? Wenn es ihm lieber wäre, als z.B. an der Hand zu laufen was ja eigentlich auch eine Form von "anleinen" ist, wüßte ich nicht, was dagegen spräche. Von Demütigung zu sprechen, finde ich in dem Fall ein bißchen übertrieben. Ein Kind gegen seinen Willen im Wagen festzuhalten ist auch nichts anderes, oder?

    Wie fändest du es denn wenn man dich an die LEien nehmen würde??
    Furchtbar! Genauso, wie wenn mich jemand an der Hand oder in einer Schubkarre festhalten würde. Und weil ich erwachsen bin, und nicht einfach auf die Straße laufe oder in der Menschenmenge verschwinde, ist das auch nicht mehr notwendig. ;-) .
  • CarolCarol

    1,315

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Mal ein anderer Aspekt zur "Leine": In meiner Familie sind die Männer alle um die 2m groß, wir Kinder waren alle irgendwann an der Leine. Denn wenn mein Vater uns an der Hand hatte, dann lief er seitlich gebückt. Wie lange sein Rücken da mitgemacht hätte, bei acht Kindern (und auch bei einem hätte er bestimmt gelitten), kann man sich ja denken.
    Ich habe das auch bei meinen kleinen Geschwistern nie als schlimm erlebt, der Vorteil: Sie haben die Hände frei und müssen auch nicht immer mit nach oben gerecktem Arm durch die Gegend laufen.
    Das Erwachsene das schlimm finden, ist doch die Assoziation mit dem Hund. Soweit denken doch Kleinkinder garnicht, da haben sie doch das geringste Problem mit.
    Und das an der Leine hochheben: Meine Neffen werden von meinem Bruder sehr oft an den Hosenträgern (also hinten im Kreuz) hochgehoben. Sie haben dabei Spaß, dass sie das erniedrienged finden oder so kann man echt nicht sagen, es ist für sie wie toben - und so ist es ja auch gemeint.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Entschuldigt bitte, aber wie wollt ihr euere Kinder erziehen, wenn euch schon jetzt die nötige - leinenlose - Konsequenz fehlt?
  • mimmi36mimmi36

    511

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Das hab ich jetzt aber nicht verstanden :oops: .
  • HerzjeHerzje

    1,048

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Jacken mit Kapuzen sind manchmal auch ganz nützlich, vor allem, wenn ein freistehendes Kind nicht hören will und ausbüxt. ;-)
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Ich frage deshalb, weil die Erziehung nicht einfacher wird im Lauf der Jahre. Was wollen (ich spezifiere meine Frage) dann die Mütter machen, die schon im Kleinkindalter einen in meinen Augen so erniedrigenden Gegenstand wie eine Laufleine verwenden müssen, um ihre Kinder im Zaum zu halten?
  • mimmi36mimmi36

    511

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Also ich persönlich wollte eigentlich nur zum Ausdruck bringen , dass ich - bei näherer Betrachtung - die Demütigung nicht sehe. Wenn sich das Kind dabei gedemütigt fühlt - was ich bezweifle - wäre das eine andere Sache. Aber nur weil bei anderen Leuten die Assoziation zur Hundeleine aufkommt, erniedrige ich mein Kind m.E. nicht. Davon abgesehen, wie bereits gesagt- weiß ich nicht, ob ich so ein Teil jemals benutzen würde, dass ich mir außerdem nicht besonders praktisch vorstelle. Meine Überlegung war also hauptsächlich theoretisch, zumal ich mit einem Kind gesegnet bin, das zufreiden im Wagen sitzen bleibt (im Moment jedenfalls noch).
  • DawnDawn

    3,183

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Hallo,
    also ich habe mir bisher noch keine großen Gedanken darüber gemacht, ob so eine Leine für Kinder lächerlich wirkt, für mich käme es nicht in Frage. Klar macht man sich um die Sicherheit der Kinder Gedanken, aber ich finde es wirklich wichtig, dass Kinder auch ohne Leine lernen, wie sie sich draußen und im Straßenverkehr verhalten müssen. Dass ein kleines Kind sich damit schwer tut und dass man vermutlich 50 x was sagen muss und das Kind gut im Auge behalten ist klar. Aber durch so eine Leine lernt es ja nicht, auf was es achten muss, und man macht es vermutlich auch nicht so oft drauf aufmerksam, das Anhalten an der roten Ampel regelt ja zur Not auch die Leine. Man selbst und das Kind verlässt sich darauf und man kann es sich leisten, etwas "nachsichtiger" zu sein. So stelle ich mir das halt vom Gefühl her vor, kann sein dass ich falsch liege. Ich kenne das halt, wenn ich mit Jonah im Buggy unterwegs bin und er ist angegurtet, dann mache ich recht wenig Gedanken. Das ist ganz anders, als wenn er am Spielplatz herumkrabbelt oder läuft, wo daneben eine Straße ist.
    Und woher weiß man, wann die Leine weg kann? Wann ist der Moment dafür und wie ist das für das Kind? Das sind so Fragen, die ich mir dabei stelle und weshalb ich mich dagegen entscheiden würde...
  • mimmi36mimmi36

    511

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    @ Dawn: Das stimmt natürlich. Und irgendwie hätte ich auch das Gefühl, das Kind fällt auf die Nase, wenn ich festhalte (das denke ich auch schon immer, wenn ich mal nach der Kapuze greife). Mit ging es auch mehr um die Demütigung, die ich so eben nicht sehe.
  • flohmamaflohmama

    299

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Ich versuche Floh immer an die Hand zu nehmen, trotz Leine. Vor Straßen bleiben wir stehen und ich erkläre, trotz Leine.
    Ich finde es viel schlimmer wenn ich ein schreiendes Kind hinter mir her ziehen muß oder es in den Buggy zu verbannen wo es schreit und sich windet.
    Aber gut, jeder hat so seine Meinung. Ich finde es nur schade das die nicht akzeptiert wird wenn sie von der allgemeinen Meinung abweicht.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Ich konnte letzte Nacht nicht besonders gut schlafen und da ist mir dieser Thread noch einmal durch den Kopf gegangen. Mir stellt sich bei der Aussage, ob so eine Leine Demütigung ist oder nicht, die Frage, mit welchem Recht wir Erwachsenen uns anmaßen, zu vermuten, was für ein Kind demütigend ist und was nicht. Dadurch, dass die Kleinen noch viel sensiblere Antennen für das Geschehen und das Verhalten ihrer Mitmenschen haben, behaupte ich, dass es schon ein komisches Gefühl für die Kleinen ist, die doch zumindest ziemlich begafft werden, wenn sie an einer Leine gehalten werden. Natürlich können sie das noch nicht zuordnen, aber sie merken, dass etwas "anders" ist.
    Mein Jüngster hat z. B. schon vor 2 Jahren, wenn ich ihn intensiv beobachtet habe, gefragt "was guckst du?", weil ihm dieses beobachtet werden ziemlich unangenehm war (und immer noch ist). Ich streite nicht ab, dass es Kinder gibt, denen so etwas egal ist, aber ich denke, Pauschalierungen sind hier fehl am Platz.
  • Fantasia78Fantasia78

    1,356

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Für mich zählt dieses Argument "Schreit im Buggy oder an der Hand auch" nicht.
    Das Kind hat Auswahlmöglichkeiten. Es könnte laufen oder es muss in den Buggy. Das wird verstanden. Wenn meiner irgendwas macht, was er nicht darf, erkläre ich ihm das. Wenn er dann weiter macht erkläre ich ihm, was die Konsequenz ist. Das Kind selbst kann wählen.
    Wenn es "angeleint" ist, wie kann es da seine Grenzen spüren, selbstständig werden. Ich bin auch dafür, es sich so leicht wie möglich zu machen. aber nie zum Nachteil des Kindes.
    Wann ist denn die Zeit, das Kind "abzuleinen"? Es besteht immer die Gefahr, dass das Kind auf die Straße rennt. Wenn es aber von Anfang an gelernt hat, dass die Straße was gefährliches ist, wird es auch früher lernen nicht auf die Straße zu rennen.
    Klar, dass dieser ganze Vorgang mit Arbeit verbunden ist.

    Und Kinder haben, wie Gisela schon schreibt, schon ein Gefühl, was "normal" ist und was nicht. Er wird schon sehen,dass andere Kinder z.B. keine Leine haben. Louis findet es mit seinem Jahr schon immer peinlich, wenn ich ihn frage, ob er mir ein Küßchen gibt. Er grinst dann verschämt und kuschelt seinen Kopf an meine Schulter. (Ich mache das nicht oft, weil ich es weiß, manchmal übermannt es mich jedoch.... :oops: ;-) )

    Ich glaube, hier jemandem vorzuwerfen, dass Nicht-allgemeine-Meinungen nicht akzeptiert werden, ist absolut falsch. Es werden hier Dinge diskutiert. Dass da nicht immer alle die gleiche Meinung haben, ist klar. Wenn ich etwas lese, von dem ich denke, dass es nicht gut sein könnte, dann sage ich meine Meinung dazu. Du wirst das machen, was Du für richtigt hälst, Du kannst aber nicht erwarten, dass alle das gut finden und wenn nicht, keiner was sagt.

    Grüße
  • mimmi36mimmi36

    511

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    die Frage, mit welchem Recht wir Erwachsenen uns anmaßen, zu vermuten, was für ein Kind demütigend ist und was nicht.
    Ich bin davon ausgegangen, dass ich merke, wenn mein Kind sich erniedrigt / gedemütigt fühlt und dann entsprechend reagieren kann.
    Dadurch, dass die Kleinen noch viel sensiblere Antennen für das Geschehen und das Verhalten ihrer Mitmenschen haben, behaupte ich, dass es schon ein komisches Gefühl für die Kleinen ist, die doch zumindest ziemlich begafft werden,
    Also das Begaffen ist ein Punkt, den ich nachvollziehen kann. Dann liegt die Demütigung m.E. aber in den unsensiblen Reaktionen der erwachsenen Mitmenschen und nicht in der Leine an sich.

    Meine Schwester hat mal für ihren Sohn eine Regenmantel mit Südwester bekommen, und als sie mit ihm so rausgegangen ist, haben alle Leute im Dorf, die ihn gesehen haben, laut gelacht. Das empfinde ich zum Beispiel auch als sehr unsensibles Verhalten, aber wegen der Leute und nicht wegen eines Regenmantels an sich. Mein Neffe hat damals (er war 1 3/4 Jahr) klar gezeigt, wie es ihm damit geht und hat sich geweigert, das Ding noch mal anzuziehen.
  • TinaLunaTinaLuna

    3,602

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    ich werde mir heute auch so ein "geschirr" oder was in der richtung kaufen, allerdings für den kiwa. tobi kann noch nicht so toll sitzen, wird also noch in der tasche gefahren, aber er zieht sich hoch und rollt sich zur seite - irgendwie muss ich ihn fixieren - wie geht das überhaupt mit so nem geschirr? wo binde ich das denn fest? muss ich mir mal angucken.

    an die leine nehmen würde ich ihn beim laufen aber auch nicht, entweder er geht an der hand oder er kommt in den buggy.
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    HAt dein Sportwagen Aufstzt nicht eh Gurte?
  • CarolCarol

    1,315

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Gisela schrieb:
    Entschuldigt bitte, aber wie wollt ihr euere Kinder erziehen, wenn euch schon jetzt die nötige - leinenlose - Konsequenz fehlt?

    Hey, die wird mir nicht fehlen! Das weiß ich nur zu gut. Warum der Vorwurf?
    Ich sehe die "Leine" als Äquivalent zu "an der Hand laufen".

    Demnach:
    Gisela schrieb:
    Was wollen (ich spezifiere meine Frage) dann die Mütter machen, die schon im Kleinkindalter einen in meinen Augen so erniedrigenden Gegenstand wie eine Laufleine verwenden müssen, um ihre Kinder im Zaum zu halten?

    Gegenfrage: Was wollen die Mütter machen, die ihr Kind an der Hand halten müssen, um es im Zaum zu halten? Ist das mehr oder weniger erniedrigend, das Kind am Handgelenk hinter sich her zu schleifen (kann man auch öfter mal beobachten, tut bestimmt auch weh, wenn da so am Gelenk gequetscht wird)?
    Dawn schrieb:
    Klar macht man sich um die Sicherheit der Kinder Gedanken, aber ich finde es wirklich wichtig, dass Kinder auch ohne Leine lernen, wie sie sich draußen und im Straßenverkehr verhalten müssen. Dass ein kleines Kind sich damit schwer tut und dass man vermutlich 50 x was sagen muss und das Kind gut im Auge behalten ist klar. Aber durch so eine Leine lernt es ja nicht, auf was es achten muss, und man macht es vermutlich auch nicht so oft drauf aufmerksam, das Anhalten an der roten Ampel regelt ja zur Not auch die Leine.

    Oder eben das "an der Hand gehen". Wieso sollte ich bei dem einen nachlässger sein als bei dem anderen?
    Dawn schrieb:
    Und woher weiß man, wann die Leine weg kann? Wann ist der Moment dafür und wie ist das für das Kind? Das sind so Fragen, die ich mir dabei stelle und weshalb ich mich dagegen entscheiden würde...

    Wann weißt du, wann dein Zwerg nicht mehr an der Hand laufen muss? Sondern er alleinec gehen kann, auch im Straßenverkehr?
    Gisela schrieb:
    Dadurch, dass die Kleinen noch viel sensiblere Antennen für das Geschehen und das Verhalten ihrer Mitmenschen haben, behaupte ich, dass es schon ein komisches Gefühl für die Kleinen ist, die doch zumindest ziemlich begafft werden, wenn sie an einer Leine gehalten werden.

    Da gebe ich dir recht, allerdings liegt das am Fehlverhalten der Erwachsenen. Wäre aber - wenn nicht etwas massiv dafür spricht (z.B. Körpergröße) ein Punkt, darauf zu verzichten, genauso, wie ich auf unmögliche Klamotten oder Farbzusammenstellungen verzichten werde, da das nämlich auch zum Gaffen - und zum Hänseln - führt.
    Fantasia78 schrieb:
    Für mich zählt dieses Argument "Schreit im Buggy oder an der Hand auch" nicht.
    Das Kind hat Auswahlmöglichkeiten. Es könnte laufen oder es muss in den Buggy. Das wird verstanden. Wenn meiner irgendwas macht, was er nicht darf, erkläre ich ihm das. Wenn er dann weiter macht erkläre ich ihm, was die Konsequenz ist. Das Kind selbst kann wählen.
    Wenn es "angeleint" ist, wie kann es da seine Grenzen spüren, selbstständig werden. Ich bin auch dafür, es sich so leicht wie möglich zu machen. aber nie zum Nachteil des Kindes.

    Und nochmal: es kann seine Grenzen genauso spüren, wie wenn es an der Hand geht. Die Grenze ist da, wo Mama Stopp sagt und zeigt, und nicht im vorbeifahrenden Auto.
    Fantasia78 schrieb:
    Wann ist denn die Zeit, das Kind "abzuleinen"? Es besteht immer die Gefahr, dass das Kind auf die Straße rennt. Wenn es aber von Anfang an gelernt hat, dass die Straße was gefährliches ist, wird es auch früher lernen nicht auf die Straße zu rennen.
    Klar, dass dieser ganze Vorgang mit Arbeit verbunden ist.

    Impliziert das, die "Leine" wäre Faulheit?
    Die Vermittlung, dass Straße etwas gefährliches ist, und wie man sich dort verhalten muss, kann an der Hand oder an der "Leine" klappen - oder eben auch nicht.

    Eine Frage: Nehmt ihr eure Zwerge an der Straße nicht an die Hand? Ich denke, ihr tut es. Und, vermittelt ihr ihnen, dass man stehenbleibt und guckt, bevor man eine Strasse überquert etc.? Ich denke, schon. Woher nehmt ihr die Annahme, Menschen, die solch ein Gehgeschirr benützen, würden dies nicht tun?

    Übrigens: Ich denke, ich werde es nicht brauchen. Der KiWa hat Anschnallgurte und beim Laufen: Ich bin nur 1,78m groß, keine 2,05m.
  • HjördisHjördis

    2,857

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Also letztens hab ich einer Mutter auch den Tipp mit der Leine gegeben... Spaßeshalber!

    Folgende Situation: Kleine Tochter (fast 2) hatte das Laufen entdeckt. Mutter stellt sie hin, sie läuft los, Mutter hinterher, fängt sie ein, trägt sie zum Ausgangsort zurück, stellt sie hin, sie läuft los... Ging mindestens 10mal so und jedesmal hatte die Kleine mehr Spass daran, wegzulaufen. Hat sich beim Rennen noch umgedreht um zu guggen, ob Mama auch kommt.
    In so einer Situation hätte ich meinem Kind wohl mal gesagt, dass es stehen bleiben soll oder wäre eben nicht meht hinterhergerannt (Risiko war nicht so groß, dass etwas passiert).
    Kann mir vorstellen, dass sowas mit Laufleine ähnlich abläuft: Kind zerrt ohne Ende an der Leine, aber Mama sagt nix, weil das Kind durch den Gurt ja kontrollierbar ist.

    Nur so ne Theorie!


    Für den Kinderwagen werde ich aber auch so ein "Geschirr" kaufen müssen, weil Frederick schon zu groß ist für die Tragetasche. Nur Fußsack, oder einfach in den flachen Sportwagenaufsatz ist mir bei meinem Wirbelwind etwas zu riskant!
  • DokaDoka

    31

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    @Carol


    ich stimme dir vollkommen zu!!!

    Für den Kinderwagen werde ich aber auch so ein "Geschirr" kaufen müssen, weil Frederick schon zu groß ist für die Tragetasche. Nur Fußsack, oder einfach in den flachen Sportwagenaufsatz ist mir bei meinem Wirbelwind etwas zu riskant!


    ähm von mir auch nochmal....


    geschirr im kinder wagen dient doch der sicherheit oder?
    geschirr als lauf"leine" dient der sicherheit oder?
    an der handlaufen dient der sicherheit oder?


    also wo ist das problem....das ein kind lernt wie man sich im straßenverkehr benimmt und wann es über die straße zu gehen hat oder gar stehen zubleiben hat...das liegt doch eindeutig bei den ELTERN und nicht an der hand oder der leine oder sonst was...

    und ich verstehe auch nicht warum hier theorien aufgestellt werden das wenn ein kind an der lauf"leine" unterwegs ist,das eltern da nix sagen(keine grenzen setzen mit stopp und halt)!!!!
    es ist doch nur wieder ein bsp das es nicht an der lauf"leine" liegt sondern an den eltern....


    zudem glaube ich auch..wenn es einfach nur gehhilfe oder sicherheitshilfe oder was weiß ich genannt wird und nicht laufleine dann würde es diese diskussion gar nicht geben denn bekanntlich liegt uns an der sicherheit der kinder ne menge..also wird dann weniger tara gemacht weil es ja ein sicherheitsgeschirr ist!!!!
  • Fantasia78Fantasia78

    1,356

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Also ich finde es ehrlich gesagt, ein wenig befremdlich, dass an-der Hand-laufen und im-Buggy-sitzen mit an-der-Leine-führen gleichgesetzt wird.
    Ich finde schon, dass da ein Unterschied ist.
    Und für mich impliziert es schon ein wenig Faulheit, wenn ich mein Kind an der Leine halte wie einen Hund. Es kann ja schon sein, dass man trotzdem mit dem Kind spricht, es an der Straße an die Hand nimmt ect. aber: für was brauche ich dann die Leine überhaupt???? :traurig04:
  • claudi.1claudi.1

    1,799

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Das es sich an der Straße nicht plötzlich losreißt und losrennt?
  • CarolCarol

    1,315

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Oder eben, wie oben beschrieben, mein Vater, der so groß war, das wir entweder in de Luft gehangen hätten, wenn wir an der Hand waren oder er hätte nach wenigen Minuten schlapp gemacht, mit dem krumm gehen.

    Der Vergleich mit dem Hund stammt doch aus euren Köpfen, und muss nicht zwangsläufig gezogen werden. Wenn ihr den Gedanken nicht aufgebracht hättet, ich wäre da garnicht drauf gekommen.

    Ich habe über mein Posting nochmal nachgedacht, und bin zu dem Schluss gekommen, dass das Gaffen alleine für mich eigentlich doch kein Grund ist, ein solches Geschirr nicht zu benutzen. Denn dann dürfte ich (und in letzter Konsequenz alle, die das Gaffen als schädigend betrachten) auch kein Tragetuch benutzen. Da wird nämlich ebenfalls gegafft, und blöde Sprüche bekommen wir auch.

    Außerdem habe ich mit meiner großen Schwester telefoniert, die erzählte, dass sie mit mir mit "meinem" Geschirr immer Pferdchen gespielt hat. Ich kann mich ja nun leider nicht erinnern, aber wer sagt denn, dass ich das "an der Leine laufen" bei meinem Vater nicht immer als ein langes, ausgiebiges Pferdchenspielen interpretiert habe und Spaß hatte?
  • MajonieMajonie

    3,882

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    @carol: mein mann ist knappe 2 meter groß- er nimmt seine 4 kinder auch an die hand und lebt noch! das ist für mich kein grund für so ein geschirr!

    mal ganz provokativ gefragt: warum habt ihr es immer nur mit der strasse? oder anders: ich nehme mein kind an der strasse an die hand/auf den arm. sobald die gefahr vorbei ist kommt es "frei"- und das ist für meine kids wichtig! ojaaaa ich bin schon oft nachgerannt, weil sie auf und davon sind- aber nicht einmal wäre mir eingefallen mein kind an die leine zu nehmen wie eine kuh! da rede ich mir leiber den mund fusselig....
    Impliziert das, die "Leine" wäre Faulheit?

    in MEINEN augen: definitiv ja!
    Ich finde es viel schlimmer wenn ich ein schreiendes Kind hinter mir her ziehen muß oder es in den Buggy zu verbannen wo es schreit und sich windet.

    ich gehe dann nicht weiter. eins meiner kinder ist bis heute noch ganz groß darinn sich dann auf der strasse zu wälzen und sich erstmal auszutoben. und eines ist auch sicher: nach einer weile wird sich jedes kind auf genau dieselbe art gegen das geschirr wehren!

    und ich gebe gisela recht: wenn ihr heute schon gezwungen seit, auf leinen zurückzugreifen um eure erziehungsziele( und da gehört strassenverkehrserziehung dazu) zu verwirklichen- was wollt ihr denn dann zu hilfe nehmen wenn sie in die pupertät kommen? zimmerschlüssel???
  • CarolCarol

    1,315

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Wie gesagt, es geht dabei nicht darum, Erziehungsziele durchzusetzen. Das Ding hat den selben Zweck, wie die Hand. Und ist so manches mal bestimmt sogar schonender (wollt ihr behaupten, im Ernst noch nie das Kind, das sich von der Hand losreißen möchte, an der Hauptverkehrsstrasse eben fester festgehalten zu haben?) Ich rede hier übrigens vom Kleinkind, nicht von dreijährigen oder so.
    Und wenn Menschen, die mich nicht kennen, meinen, aus meiner Einstellung zu einem Thema - ach was, Einstellung, es geht mir ja nur um einen anderen möglichen Aspekt - auf meine pädagogischen Fähigkeiten oder auf meine Faulheit/ meinen Einsatz schließen zu können, dann weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Doch, weiß ich schon, aber das wäre jetzt doch arg offtopic.
    Es geht hier übrigens deshalb um Straße, weil in allen anderen Situationen, z.B. imGarten, weder das eine noch das andere notwendig wird. Wenn die Gefahr vorbei ist, dann kann man das Kind so oder so alleine laufen lassen.
  • flohmamaflohmama

    299

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    @ Carol
    Du sprichst mir aus der Seele.

    @ All
    Ich bin weder zu faul zum erziehen noch inkonsequent nur weil ich eine Leine benutze.
    Und ich rede auch nur von meinem Sohn der 19 Mon. alt ist und noch keine Gefahren erkennen kann und nicht von einem älteren Kind. Bevor ihr jetzt sagt an der Leine wird er Gefahren auch nie kennenlernen. Das denke ich nicht da ich ihn immer drauf aufmerksam mache. Wo es ungefährlich ist läuft er ohne Leine.
  • DawnDawn

    3,183

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Carol schrieb:
    Wann weißt du, wann dein Zwerg nicht mehr an der Hand laufen muss? Sondern er alleinec gehen kann, auch im Straßenverkehr?

    Eine Frage: Nehmt ihr eure Zwerge an der Straße nicht an die Hand? Ich denke, ihr tut es. Und, vermittelt ihr ihnen, dass man stehenbleibt und guckt, bevor man eine Strasse überquert etc.? Ich denke, schon. Woher nehmt ihr die Annahme, Menschen, die solch ein Gehgeschirr benützen, würden dies nicht tun?

    Nur um mal noch mal zu dem Unterschied zu "an der Hand laufen" und mit diesem Laufgeschirr... Ich kann nicht genau sagen, warum es mir so aufstößt, es ist einfach ein Gefühl, das mich davon abhalten würde, so etwas zu benutzen. Mir kam bisher noch nicht mal die Assoziation mit dem Hund. Aber an der Hand laufen, das ist irgendwie ein Prozess, zwischen zwei Menschen. Mit diesem Geschirr ist dieser Kontakt eher auf die Leine bezogen und mir gefällt die Vorstellung einfach nicht. Ich glaube einfach, dass es vom Gefühl was anderes ist als an der Hand zu laufen, für Mutter und Kind. Ich sagte auch nicht, dass Mütter, die so ein Geschirr benutzen ihren Kindern keine Sicherheitsregeln beibringen. Ich meinte nur, dass man sich wahrscheinlich eher in Sicherheit wiegt als wenn man das Kind "nur" an der Hand hat. Sonst würde man ja auch nicht auf die Idee kommen, wenn es nicht eben mehr Sicherheit garantieren würde, oder? Darin sehe ich halt ein Problem. Der Daueraufenthalt im Laufstall kam ja auch "aus der Mode", weil man es für wichtig hielt, dass Kinder ihre Umwelt erforschen können, selbst wenn man dann des öfteren hinter dem Kind her rennt.
  • claudi.1claudi.1

    1,799

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Einen Laufstall bringt aber auch niemand mit einem Hundezwinger in Verbindung, aber streng genommen ist es das dann auch, wenn Lauflernleine mit Hundeleine gleichgesetzt wird.
  • RegulaRegula

    952

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Mir kommt dann immer ein Erlebnis in den Sinn, dass ich vor einigen Jahren hatte:

    Ich war mit dem Hund Aron meiner Eltern unterwegs. Den liess ich meist frei laufen - ausser an verkehrsreichen Strassen oder im Wald. Also wir gingen da auf einem Feldweg, da kam uns ein Vater mit seinem kleinen Sohn an Leine vorbei. Ich rief "Aron, bei Fuss" da lachte mich der Vater an. Er meinte dann grinsend, dass sein Sohn ebenfalls Aaron hiess :razz:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Regula schrieb:
    Also wir gingen da auf einem Feldweg, da kam uns ein Vater mit seinem kleinen Sohn an Leine vorbei.

    Also da hört für mich die Argumentation irgendwie auf- auf einem Feldweg kann doch nun wirklich ncihts passieren, was soll das Kind an der Leine??
  • CarolCarol

    1,315

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Stimmt, da könnte es ja nun wirklich einfach frei laufen...
  • bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Hmm, also mal ehrlich. Den "erzieherischen" Unterschied zwischen der Leine und an-der-Hand-gehen kann ich auch nicht erkennen.

    Ihr schreibt, dass man es sich durch die Leine leichter macht, indem man das Kind ja einfach zurückziehen kann, wenn es auf die Straße laufen will und nur zu faul ist, um sein Kind dazu zu erziehen, die Gefahr selbst zu erkennen. Okay, einleuchtend. Aber wenn ich mein Kind an der Hand nehme und es dadurch am auf-die-Straße-laufen hindere, wo genau bitte ist da der erzieherische Unterschied??? Ich versteh es einfach nicht.

    Ob das mit der Leine für das Kind schön ist oder eher nicht, mal ganz aussen vorgelassen. Ich finde das auch befremdlich und würde es denk ich nicht machen, auch wenn ich mir schon Gedanken mach, wie das mal werden soll mit zwei Babies und nem Kleinkind. Aber so ein Ding würde ich trotzdem nicht kaufen, weil ich es wie gesagt, nicht schön finde.

    Nur, einer Mutter zu unterstellen, sie wäre faul und hätte ihr Kind nicht im Griff, weil es an der Leine läuft statt an der Hand, finde ich eigentlich nicht in Ordnung. ´

    Natürlich kommt es, find ich zumindest, auch immer drauf an, wie alt das Kind ist. Bei einem anderthalb- oder zweijährigen muss man halt wesentlich besser aufpassen, als bei größeren Kindern. Wenn eine Mutter ein Kindergartenkind an der Leine hat, dann finde ich kann man schon davon sprechen, dass da wohl was bei der Verkehrserziehung schiefgelaufen ist. Aber doch nicht bei einem Kleinkind, das ohnehin noch gar nicht die Folgen seines Tuns abschätzen kann.

    LG
  • mimmi36mimmi36

    511

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Wenn eine Mutter ein Kindergartenkind an der Leine hat, dann finde ich kann man schon davon sprechen, dass da wohl was bei der Verkehrserziehung schiefgelaufen ist.
    Ich wollte die ganzen Tage schon fragen, an welches Alter die meisten bei dieser Diskussion eigentlich denken, habe es aber immer vergessen. Ich glaube, bei diesen Lauflerngurten steht drauf bis 4 Jahre :shock: , also das fände ich dann auch schlimm. Aber bei einem Kleinkind könnte ich mir vorstellen, dass es lieber an der Leine geht als an der Hand.
  • TinaLunaTinaLuna

    3,602

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    @anja: sorry, hab deinen beitrag net gesehen...

    doch, mein wagen hat nen beckengurt - aber dann müsste ich die wagentasche zersägen und den stoff zerschneiden, um ihn dort durch zu bekommen... muss mal meinen mann fragen...
  • MonifloriMoniflori

    4,530

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Hatte einen interessanten Bericht im WDR bezügöich "Gehfrei" gesehen und wollte es euch auch wissen lassen, unabhängig von allen "Hundeleinen" dieser Welt.
    Finde ich im Übrigen furchtbar, erinnert mich an die armen Bären in Bulgarien und Rumänien und spricht für mich gegen die Art.2 und Art. 11 GG = Freie Entfaltung der Persönlichkeit und Recht auf Freizügigkeit.
    Wenn ich meinem Kind erkläre, dass es etwas nicht darf, dann kann es immer noch selber entscheiden, was es macht und wenn es dann das tut, was ich sage, dann macht es das mit eigenem Verstand, will sagen, da tut sich etwas im Kopf, was gut ist.
    Mit einer Leine tut das Kind einfach das, was ich will ohne wirklich etwas dabei zu verstehen, ausser, dass es körperlich eingeengt wird und ob das dem Verstand gut tut? Und ob das Kind bald schon alleine versteht, was in gewissen Momenten richtig und falsch ist?
    Nun gut, das ist meine Meinung und ihr könnt mich jetzt dafür gerne verbal steinigen. :biggrin:
    Sendung vom 10. März 2004



    Es geht von allein: Nutzlose Lauflernhilfen für Kinder
    Von Arne Birkenstock



    Eltern fördern ihre Kinder: Die lieben Kleinen sollen früh lesen, früh rechnen und natürlich auch früh laufen. Um den Übergang vom Krabbeln zum Laufen zu beschleunigen, werden so genannte Lauflernhilfen angeboten wie „Gehfrei“, „Hopser“ oder „Lauflernwagen“. Aber deren Nutzen ist bescheiden, manchmal sind sie sogar gefährlich.



    Ein „Gehfrei“ ist gefährlich

    Beim „Gehfrei“ zum Beispiel (auch unter dem Namen „Babywalker“ bekannt) werden die Kinder in eine Art Hose gesetzt, die von einem Gestell gehalten wird. So sitzt das Kind in aufrechter Position, während die Beine den Boden berühren. Und obwohl es noch nicht richtig laufen kann, kann das Kind durch den Raum „rutschen“, was viele Eltern für eine gute Übung halten.



    Kinderärzte und andere Experten raten allerdings stark vom Gebrauch dieser „Gehfrei“-Geräte ab. Immer wieder passieren damit Unfälle, da sich die Kinder plötzlich frei bewegen können, aber noch nicht in der Lage sind, Gefahren abzuschätzen. Über 80 Prozent der Unfälle sind Treppenstürze. Aber auch Türschwellen, Leisten oder Teppichwellen können zu Stolperfallen werden. Und da die Kleinkinder in den Geräten fixiert sind, kommt es dabei häufig zu schweren Kopfverletzungen.



    Die höhere Sitzposition birgt auch andere Gefahrenquellen, zum Beispiel ist die Küchenherdoberfläche plötzlich in Reichweite der Kleinen. Die Stiftung Warentest kam schon 1997 zu dem Ergebnis, dass bei allen getesteten „Gehfrei“-Geräten vom Kauf abzuraten ist.



    Lauflernhilfen verdienen ihren Namen nicht

    Dazu kommt: Lauflernhilfen sind nicht nur gefährlich, sondern auch noch hinderlich für die motorische Entwicklung des Kindes. Neue Studien beweisen: Kinder, die „Gehfrei“-Modelle benutzen, lernen im Schnitt später laufen als Kinder, die diese Geräte nicht haben! Ein Team von Wissenschaftlern an der Universität Dublin fand heraus, dass Kinder für jeden Tag, den sie in den Lauflernhilfen verbringen, durchschnittlich 3,3 Tage später laufen lernen.

    „Durch die Fixierung in den „Gehfreis“ wird die Rotationsbewegung bei den Kindern eingeschränkt, und sie können sich nicht natürlich bewegen. Sie lernen nicht, das Gleichgewicht bei einer seitenwechselnden Verlagerung des Körpergewichts zu halten, was Voraussetzung für das freie Laufen ist“, erklärt Dr. Stephan Waltz, Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums der Städtischen Kinderklinik Amsterdamer Straße in Köln. Ähnlich verhält es sich mit den so genannten „Hopsern“ oder den Kinderwippen. Bei den Hopsern, die an Türrahmen festgeschraubt werden, ist die Unfallgefahr zwar gering. Aber auch hier können sich Kinder nicht frei und damit auch nicht natürlich bewegen, da sie ihr eigenes Gewicht nicht tragen müssen. Die beliebten Kinderwippen, in die Kinder gesetzt werden, sind ebenfalls schädlich für die Entwicklung des Laufenlernens, denn sie fixieren das Kind und hemmen die Rotationsentwicklung. Und gerade das freie Herumrollen auf dem Boden ist wichtig, damit sich die Muskulatur der Kleinkinder entwickelt und sie anfangen zu laufen.




    Fördern, aber richtig

    Auch nicht notwendig, aber zumindest nicht schädlich, sind Lauflernwagen. Hier schiebt das Kind einen Wagen vor sich her, muss sich aber vorher von allein daran hochziehen. Dennoch: „Kinder lernen von alleine laufen“, sagt Dr. Waltz. Sie entwickeln sich in ihrem eigenen Tempo weiter, bis sie sich an Tischen oder Stühlen entlanghangeln. Eltern können diese natürliche Entwicklung unterstützen, indem sie einen kleinen Hindernisparcours einrichten: Kissen, Kartons und Kindermöbel bieten Festhaltepunkte, an denen sich Kinder festklammern und über den Boden schieben können. Irgendwann kommt dann der Tag, an dem die Kinder nicht mehr auf dem Boden krabbeln, sondern plötzlich neben einem stehen – ganz ohne Lauflernhilfen.

    Quelle: WDR.de
    Mediziner warnen vor gefährlicher Gehhilfe

    Mit einer Lauflernhilfe ist in Leverkusen ein Kleinkind die Treppe hinuntergestürzt und nun querschnittgelähmt. Das nimmt der Berufsverband der Kinderärzte in Köln erneut zum Anlass, dringend ein Verbot dieser Laufgeräte zu fordern. Seit Jahren kämpfen die Mediziner für die Abschaffung der Babywalker, auch Gehfrei genannt. Sie seien überhaupt nicht zum Laufen lernen geeignet, sondern nur gefährlich. Die Laufgeräte sind in skandinavischen Ländern längst verboten, in Deutschland bekommen sie bislang ein Gütesiegel für geprüfte Qualität.

    Quelle: WDR.de



    Sind Lauflernhilfen sinnvoll?
    Die nett aussehenden, rollenden Babywalker mit Spielbrett, Rassel und Figuren gefährden Kleinkinder mehr, als dass sie nützen. Nach Angaben des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte verunglücken jährlich etwa 6 000 Kinder mit einer solchen Lauflernhilfe. Die Kinder stürzen damit über Türschwellen oder Treppen hinunter, verbrühen sich an heißen Getränken, die sie vom Tisch reißen, oder vergiften sich mit Zigaretten und Medikamenten. Unfallfolgen sind häufig schwere Kopfverletzungen bis hin zu Schädelbrüchen. Zwar gibt es seit 2001 eine europäische Norm, die die Geräte sicherer machen soll. Das reicht aber nicht aus. Denn die Gefahr besteht gerade darin, dass die Kinder ihren Aktionsradius altersuntypisch stark vergrößern und die Erwachsenen das häufig unterschätzen. Genau deshalb ist der Verkauf solcher Lauflernhilfen in Kanada übrigens seit Anfang 2004 verboten.

    Quelle: Stiftung Warentest.de
  • bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    @Marion

    DANKE für diesen Bericht :biggrin: !! Ich hab ihn gleich ausgedruckt und werde ihn heute Nachmittag beim Grillen meiner Schwiegermutter mal ans Herz legen. Die liegt mir nämlich immer noch damit in den Ohren, dass sie dem armen Leander kein Gehfrei kaufen durfte (hab ich von Anfang an strikt verboten), wo ihm das doch bestimmt soooo einen Spaß gemacht hätte. Und ich glaube sie hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die beiden Kleinen Zwerge doch noch in den "Genuß" eines solchen Teils kommen.

    Ich kann mir zwar denken, dass der Kommentar dazu in etwa so lauten wird "damals als meine Kinder klein waren, hatte jeder ein Gehfrei und deswegen sind sie auch alle groß geworden". Aber trotzdem hab ich dann endlich mal eine Bestätigung für meine Ansichten bzgl. Lauflernhilfen.

    LG
  • claudi.1claudi.1

    1,799

    bearbeitet 6. 05. 2006, 23:09
    @Kathrin:
    Dann kannst du ihr ja sagen, das in vielen deutschen Haushalten vor ´89 solche Dinger überhaupt nicht bekannt waren und diese Kinder haben in all den Jahren auch alle Laufen gelernt. ;-)
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