Wie lange nächtliches Stilen?

bearbeitet 22. 10. 2010, 13:53 in Stillen
Hallo Ihr Lieben,
meine Tochter ist nun fast 7 Monate alt,und wird noch gestillt.Seit 4Wochen versuchen wir es mit Beikost,doch da isst sie höchstens ein halbes Gläschen zu Mittag,will dazu noch an die Brust.
Sie mag weder Tee,noch Wasser.Mittlerweile gebe ich ihr zum Brei wenigstens ein paar Löffel Wasser,damit sie sich daran gewöhnt.
Bis zum 5.Monat hat sie immer durchgeschlafen.Nun wacht sie immer öfter auf,und lässt sich nur durch Stillen beruhigen(sie trinkt dann auch sehr viel).Ich nahm an,dass ihr meine Milch nicht mehr ausreichen würde,sie wird schließlich auch immer aktiver.
Tagsüber stille ich sie 5 mal,dazu mittags das halbe Gläschen Brei(Gemüse,Kartoffel).
Ab und an aß sie nachmittags ein paar Löffel Obstbrei,doch gestern wollte sie auch den nicht.
Da sie nachts nun bis zu 3 mal kommt,und gestillt werden will,probierten wir abends einen Milchbrei.Aber auch da protestiert sie,und gibt erst an der Brust Ruhe.
Nun habe ich Bedenken,wie lange das noch so weiter gehen soll.Ich lese immer wieder dass Babys ab dem 6.Monat nachts keine Milch mehr bräuchten.Aber wenn ich sie nachts anlege,trinkt sie auch richtig viel,so daß es doch nur Durst/Hunger sein kann.Bis zu welchem Alter sollte man denn nachts nicht mehr stillen,damit sie sich nicht daran gewöhnen?
Sie schläft bei uns mit im Bett.Ich hatte vor,natürlich abzustillen,bis sie sich an die feste Nahrung gewöhnt hat.Was wohl noch eine Weile dauern wird.Das ist für mich auch kein Problem,ich habe nur Bedenken dass sie sich mit der Zeit an die Situation gewöhnt(insbesondere das nächtliche Stillen).
Ich bin gespannt auf Eure Ratschläge,und danke Euch schon mal im Vorraus!

Kommentare

  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Hallo happymom,
    was du über deine Tochter schreibst klingt ganz normal und ist völlig in Ordnung so. Die allermeisten Babys wachen nachts mehrfach auf und wollen stillen. Sie hat euch halt schon mal eine zeitlang ganz schön verwöhnt, indem sie durchgeschlafen hat ;-) Dass Babys mit 6 Monaten nachts keine Milch mehr brauchen liest man leider immer noch oft, ist aber völliger Blödsinn. Wer will denn das auch festgestellt haben und mit welchen Methoden? Fakt ist, dass die meisten Babys nachts mehrfach stillen. Selbst im zweiten Lebensjahr ist das gar nicht ungewöhnlich.

    Wenn deine Kleine mittags ein halbes Gläschen isst, dann ist das doch schon eine ganze Menge und offensichtlich das was sie gerade braucht. Genau so ok und normal wäre es wenn sie gar nichts oder wenn sie viel mehr essen würde. Jedes Kind hat da sein eigenes Tempo.
    Dass sie danach stillen will ist auch in Ordnung und sogar sehr gut. Denn man hat heraus gefunden, dass Beikost besser vertragen wird, wenn dazu gestillt wird. Beikost soll ja auch eine Ergänzung zum Stillen sein und ist nicht als Ersatzkost gedacht.
    Im ersten Lebensjahr soll die Hauptnahrungsquelle die Milch bleiben. Sie wird durch die Beikost ergänzt und natürlich wird das Stillen dadurch auch irgendwann weniger, aber es geht jetzt nicht darum gezielt Stillmahlzeiten zu ersetzen. Wenn man die Kinder einfach machen lässt stillen sie oft lange Zeit erst mal ganz normal weiter, essen aber nach und nach auch immer mehr andere Sachen zusätzlich. Und irgendwann sind sie dann auch in der Lage mal längere Zeit ohne Stillen auszukommen wenn die Mutter zum Beispiel mal nicht da ist.

    Stille einfach ganz normal weiter, biete immer wieder altersgerechte Beikost an und vertraue ansonsten ganz auf dein Kind. Sie macht das bisher ganz prima!

    Das nächtliche Stillen hört irgendwann auf. Das kann aber auch noch eine ganze Weile dauern! Vielleicht liest du dazu hier auch mal im Unterforum "schreien, schlafen und wachen". Da siehst du wie es bei den anderen so läuft.

    Viele Grüße

    Eowyn
  • PerlePerle

    1,284

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Bei uns war es ganz genauso. Töchterchen hat zuerst durchgeschlafen und dann mit dem Schub um den 5. Monat rum war es damit vorbei.
    Sie hat dann auch phasenweise stündlich gestillt...
    du wirst jetzt wahrscheinlich so gucken :shock: , aber es ist alles ganz normal mit dem Aufwachen. Kleine Babys sind nicht dafür gemacht durchzuschlafen. Es ist ein wichtiger Überlebensinstinkt eben nicht durchzuschlafen.
    Es gibt da keinerlei Zusammenhang zwischen Durchschlafen und Abendbrei/ viel Essen. Meine Tochter hat das erste Mal nachts durchgeschlafen bis früh um 4 oder 5, da wurde sie quasi noch vollgestillt mit etwas über 11 Monaten.
    Als sie dann das Essen mit knapp über 1 anfing, hat das überhaupt nichts an ihrem Schlafverhalten geändert. Heute Nacht hat sie das erste Mal wirklich von abends bis früh um 6 ohne Stillen durchgeschlafen (aufgewacht ist sie trotzdem einmal).
    Schlafen/ Durchschlafen hat allein etwas mit der Reife zu tun und ich weiß nicht, wer diesen Mist immer noch verbreitet, Babys ab 6 Monaten bräuchten nachts nicht mehr stillen/ hätten keinen Hunger mehr. Ich denke man sollte lieber auf sein Kind vertrauen als auf Ratgeber, es macht da nichts falsch und du gewöhnst ihr da auch nichts an. Sie wird das mit dem Schlafen können, wenn sie reif genug dafür ist, genauso wie krabbeln, essen, sitzen und laufen.

    edit: Eo war schneller, aber ich lass trotzdem stehen
  • sophie33sophie33

    1,977

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    hallo,

    in einem anderen zusammenhang hat hier mal eine urserin einen vergleich angestellt, den ich wirklich sehr treffend fand (es ging darum babys nachts schreien zu lassen) und den ich jetzt mal auf deinen kontext ummuenze:
    "babys brauchen ab 6 monaten nachts nichts mehr essen/nicht mehr stillen." sonst gewoehnen sie sich das ja an... aha!
    was wuerdest du denn dazu sagen?: "jungs brauchen ab 5 jahren keinen trost mehr, wenn sie weinend nachts aus einem alptraum aufwachen." sonst verzaertelt man sie ja... oho!

    die eine aussage ist genauso fundiert und absurd wie die andere, egal welche nun von mir eben frei erfunden und welche in einem ratgeber abgedruckt wurde.
    ich frag mich ja immer, woher diese offensichtlich unglaubliche angst kommt, ein baby/kind zu verwoehnen bzw. dass es sich etwas angewoehnt (wir erwachsenen haben auch unsere gewohnheiten und das sieht niemand als problematisch an). irgendwo hier habe ich mal gelesen (war's auf der HP oder ein link in der presseschau?), dass man das auf die erziehung in der ns-zeit zurueckfuehren kann, gemaess der alle "hart wie kruppstahl" werden sollten. schoener erklaerungsansatz. nur sind es ja gott weiss nicht nur eltern aus deutschland oder anderen laender mit faschistischer vergangenheit, die diese angst haben...

    LG
    sophie
  • bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Ich danke Euch für Eure Antworten!
    Nun bin ich ja so erleichtert!Genau das wollte ich hören :sunny:
    Man wird von den "Ratgebern" so verunsichert.Dann von den vielen Besserwissern aus dem Bekanntenkreis.
    Es sollte nur Ratgeber von Hebammen und Stillmüttern geben :fungif52:
    Ich verlasse mich nun einfach auf mein Gefühl,so bin ich bisher auch am besten gefahren.
    Danke Euch!
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Na ja, auch unter Hebammen und Stillmüttern gibt es zum Teil gruselige Ansichten. Ich denke man muss halt jede Information hinterfragen, woher kommt sie, wie ist sie fundiert. Und dann ist da noch das Bauchgefühl, der Instinkt.
  • HappinessHappiness

    3,241

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Ich möchte noch anmerken, das ich meinen Sohn noch mit fast 2 Jahren auch nachts noch gestillt hab. Er hat da auch schon normal gegessen, klar. Wenn ich nicht schwanger geworden wäre und das Stillen zu schmerzhaft gewesen wäre, hätte er vermutlich noch nicht aufhören wollen.
    Es ging teilweise schon an die Substanz, aber er hat es offensichtlich noch gebraucht. Frühere Versuche, das nächtliche Stillen abzugewöhnen, gingen total schief.


    Der KLeine wird nachts auch noch wach und will trinken. Durchgeschlafen hat er noch nie ;-) .

    LG
  • ArmanaArmana

    7,364

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Meine Tochter ist jetzt 21 Monate alt. Sie hat das letzte halbe Jahr schon recht zuverlässig durchgeschlafen... zur Zeit stillt sie auch wieder mehrfach in der Nacht. Zwar auch nicht jede, aber mindestens in 4 von 7 Nächten. ;-)
  • bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    im alter von 6 monaten ist das ganz normal. ich glaube, ich wäre aber auch verunsichert, wenn mein kind vorher schon so supergut geschlafen hätte und es dann auf einmal wieder stillen wollen würde ;-). solche kinder hatte/habe ich nie :cool:. hier wird 2-3x in der nacht gestillt. ob aus hunger- oder durstgründen oder wegen der nähe und dem kuschelbedürfnis weiß ich nicht und ist mir eigentlich auch egal ;-). das bedürfnis ist da und es wird gestillt.
    lilly hat auch bis in die früh-SS mit henry immer noch gestillt, wobei es da eher um kuscheln und beruhigen ging und nicht um hunger/durst.
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