wie mit Doktorspielen umgehen?

krabbeltierkrabbeltier

3,047

bearbeitet 2. 12. 2008, 01:21 in Unsere "Grossen"
mir ist total schlecht. Der Kiga Freund meines Sohnes war zu Besuch und als es irgendwann verdächtig ruhig im Zimmer wurde bin ich mal gucken gegangen. Die lagen unter der Decke, meiner nackt und sein Freund fummelte an seinem Penis rum. Die beiden nennen das Po und Pipispiele und wollten auch unbedingt weitermachen, mein Sohn wollte uns aus dem zimmer schmeißen damit die da weitermachen können. Wir haben ihnen gesagt das sie sich weh tun können, das man nicht einfach beim anderen rumfummelt etc. aber das interessiert die nicht. Also mein Sohn findet das ganz toll und ich fühle mich als wäre mein Kind missbraucht worden. Dabei haben wir ihm immer gesagt das ihn da unten niemand anfassen darf...der Junge ist 1 Jahr älter wie unserer.

Was macht man in so einer Situation? Ist das normal? Das ist mir so fremd und ich will das nicht. Ich werde die hier nicht mehr alleine spielen lassen und meiner wird da nicht alleine hin dürfen, ich habe richtige Angst und könnte heulen :sad:.

Ich habe mit meinem Sohn auch nochmal alleine geredet ihm alles erklärt und er sagte dann auch das er das nicht mehr macht aber das kann man ja auch nicht so 100%ig glauben.

Was würdet ihr machen oder habt ihr sowas auch schon erlebt?

Kommentare

  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also Mirco seine ersten Doktorspiele mit seinem fünf Jahre älteren Cousin hatte habe ich auch erst einmal schwer geschluckt. Das war alles so neu, und ich hatte mich noch gar nicht mit diesem Thema beschäftigt. Nachdem ich mich dann etwas informiert hatte, war mir klar, dass das ganz normal ist und dazu gehört. Seit dem gehe ich völlig gelassen damit um. Ich habe mit Mirco nur besprochen, dass er nur das mitmachen soll, was für ihn ok ist.

    Schau mal hier ist mein Thread zu dem Thema:
    viewtopic.php?p=531865#p531865
  • HuetchenHuetchen

    3,584

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Da ich selbst sehr ausgiebige eigene Erfahrungen als Kind mit Doktorspielen gesammelt habe, kann ich damit wohl etwas leichter umgehen. ;-) Wichtig ist mit dem Kind darüber zu sprechen. Es gibt gewisse Regeln bei diesen Spielen. 1. Keine Gegenstände in Körperöffnungen stecken! 2. Man darf nein sagen! 3. Wenn ein Kind nein sagt, muss das akzeptiert werden.
    Es gibt aber wohl einiges an Literatur zu dem Thema. Beim Familienministerium gab es auch mal eine Broschüre dazu, die ist aber vorübergehend aus dem Verkehr gezogen worden, weil irgendjemand sich über eine winzige Passage aufgeregt hat. Aber Pro Familia haben bestimmt auch so was!
  • krabbeltierkrabbeltier

    3,047

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich habe jetzt auch überall im netz gelesen dass das ganz normal ist, komisch ist es für mich trotzdem immernoch. ich habe ihm auch nochmal gesagt das es okay ist wenn sie sowas machen solange er das wirklich will und er auch nein sagen soll usw. so weit so gut. mann soll ja locker damit umgehen damit die kinder kein gestörtes gefühl zur sexualität kriegen. aaaaber-mein sohn macht es mir da echt nicht leicht. wo ich meinte sie dürfen sich da nichts in po stecken weil sie sich wehtun können meinte er dann das hat der junge aber gemacht. als ich dann fragte was er gemacht hat sagte mein sohn: nichts. das gespräch ging endlos und nichts kam dabei raus. und ich mache mir jetzt natürlich sorgen. er meinte dann im kiga ein anderer junge hätte sich was in den po gesteckt, er hat sowas mit seinem freund nicht gemacht. dann doch den finger, dann doch wieder nicht. dann sagt er er hat angst vor dem jungen und der hätte wohl gesagt er dürfe das seiner mama alles nicht erzählen etc. fragt man behutsam nach stimmt das doch alles nicht :roll:. und ich mach mir immer so schnell gedanken und sorgen. er will aber auch nie in den kiga seit er in der neuen gruppe ist, spielt aber meißtens mit dem jungen vor dem er ja angeblich angst hat und möchte auch privat dahin oder das er zu uns kommt. nachts träumt er auch manchmal von ihm und sagt: nein jannes ich will das nicht. da habe ich nie drüber nachgedacht aber jetzt sieht das doch ganz anders aus. bloß wie soll ich meinem sohn helfen (wenn es denn nötig wäre) wenn er mir ja nichts erzählt? ich finde das gerade total anstrengend und habe tierische angst. vielleicht muss ich da auch nur mal ne nacht drüber schlafen, ich weiß es nicht :sad:
  • krabbeltierkrabbeltier

    3,047

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    jetzt weiß ich das die das im kiga auch machen so viel hat mir mein sohn erzählt. sollten wir da mal die erzieherinnen ansprechen oder eher nicht? ich war gestern schon so weit zu sagen er geht nicht mehr in den kiga, dumm ich weiß, bin einfach nur total überfordert mit dieser situation. habe angst das merin sohn da nur mitmacht weil er angst vor dem jungen hat angeblich. der kann ganz schln druck ausüben und ich weiß nicht in wie weit mein sohn sich da wehren kann/tut.

    das ist übrigens auch der junge der meinem sohn einen nagel in den bauch rammen wollte :roll: :sad:
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich glaube es ist erst einmal ganz schön schwierig sich klarzumachen, dass Doktorspiele an sich nichts Schlimmes sind. Vermutlich wurde den meisten von uns noch eingetrichtert, dass man das nicht macht. Und klar haben wir alle Angst vor Übergriffen.
    Aber im Prinzip ist es doch nur unsere Aufgabe ihnen das nötige Selbstvertrauen mitzugeben, damit sie eben selber Grenzen setzen können.

    Du kannst ja die Erzieherinnen mal darauf ansprechen, ob sie davon schon etwas mitbekommen haben. Ich hab bei Mirco auch immer das Problem, dass er von sich aus wenig erzählt und dass ich Schwierigkeiten habe ihn auszufragen ohne gleich von mir aus ganz viel zu unterstellen. Denn wenn ich ihm zu viel "war das so oder so" vorgebe, dann bekomme ich meistens eher meine eigene Geschichte erzählt und nicht das was sich aus seiner Sicht abgespielt hat.
  • krabbeltierkrabbeltier

    3,047

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ja das stimmt, ich muss erstmal lernen das solche Spielchen normal sind...allerdings wenn beide das wollen. Und das ist der Punkt, ich weiß nicht ob mein Sohn das wirklich will oder eben aus Angst vor dem Jungen mitmacht. Das muss ja auch von ihm gekommen sein da mein Sohn noch nie sowas gemacht hat und auf Wörter wie Popoarzt etc gar nicht kommen würde. Naja und wenn wäre es ja nicht schlimm aber ich habe eben immer dieses böse Gefühl in mir das er zu etwas gedrängt wird.

    Die Gespräche laufen auch nicht zufriedenstellend ab und hinterher bin ich dann nur fix und fertig. Auf der einen Seite sagt mein Lütter das er das nicht wollte mit dem Arzt spielen und er Angst hat und dann seh ich ihn aber vor mir wie er mich aus dem Zimmer schmeißen will damit er das weiterspielen kann :confuded:.

    Oh Gott diese Sorgen hören wohl nie auf? In 20 Jahren bin ich ja ein nervliches Wrack :sad:
  • BibileinBibilein

    4,312

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    krabbeltier schrieb:
    ich weiß nicht ob mein Sohn das wirklich will oder eben aus Angst vor dem Jungen mitmacht.

    hm, ich kann dir leider keine wirklichen Tipps geben (das steht uns noch bevor :roll: ) aber, wenn er denn Angst vor dem Jungen hätte, würde er vielleicht nicht mehr mit ihm spielen wollen und das ließe sich doch herausfinden oder?
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hat er denn von sich aus gesagt, dass er Angst hatte? Oder hast du ihn gefragt ob er Angst hatte? Das ist ja schon immer das Problem, dass man damit im Prinzip schon eine Antwort vorgegeben hat und unterstellt hat, dass das eine Situation zum Angst haben ist.
    Ich versuche es bei Mirco immer mit "aktivem zuhören". Ich bemühe mich nur zu wiederholen, was er selber gesagt hat ohne richtig nachzufragen. So erzählt er am ehesten mal etwas mehr.

    Und ich war mir auch nicht sicher, ob das diese Spielchen wirklich wollte. Schließlich ist sein Cousin 5 Jahre älter als er und gibt entsprechend beim gemeinsamen Spiel den Ton an.
  • Snoopy82Snoopy82

    7,740

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    krabbeltier schrieb:

    Die Gespräche laufen auch nicht zufriedenstellend ab und hinterher bin ich dann nur fix und fertig. Auf der einen Seite sagt mein Lütter das er das nicht wollte mit dem Arzt spielen und er Angst hat und dann seh ich ihn aber vor mir wie er mich aus dem Zimmer schmeißen will damit er das weiterspielen kann :confuded:.

    Du kannst von einem Kind im Alter Deines Sohnes da leider keine verlässliche Auskunft erwarten - jetzt sowieso nicht mehr, wo Du schon mit ihm drüber gesprochen hast ... Du könntest noch 10x mit ihm drüber sprechen, und er würde jedes Mal etwas anderes erzählen.
    Das liegt einfach daran, dass Kinder ganz stark dazu tendieren, das zu sagen, was sie glauben, was man hören möchte - unbewusst!

    Ich würde das Thema jetzt erst mal gar nicht mehr anschneiden ... evtl. in einem kurzen Gespräch die Erzieherin im Kindergarten darauf hinweisen, dass sie ein Auge auf die beiden hat (und vielleicht Dir erzählen kann, wenn sie irgendwas beobachtet).
    Wenn nochmal eine ähnliche Situation sein sollte, sind am besten offene Fragen - also z.B. "erzähl doch mal, was ihr gemacht habt" oder "wie fandest du das denn?" ... wobei Du selbst dann nicht sicher sein kannst, dass Du wirklich eine brauchbare Info bekommst.

    Bestärke weiterhin Deinen Sohn, dass er jederzeit "nein" sagen kann und soll, wenn er etwas nicht möchte (und ggf. dann auch zu Dir kommt, wenn der andere Junge darauf nicht hört) und dass er Dir immer erzählen kann, was sie so gemacht haben - wenn er vermittelt bekommt, dass das etwas ganz normales ist (und Doktorspiele sind nunmal normal), wird er Dir eher erzählen, was genau abläuft!!
  • krabbeltierkrabbeltier

    3,047

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    gestern hat mir mein schatz alles erzählt und sogar gezeit was sie genau gemacht haben, einfach so von alleine ohne das ich was gesagt habe. man war ich froh, heißt das er hat starkes vertrauen zu mir oder hat er gedacht bevor ich ihn nochmal nerve erzählt er lieber alles :roll: ;-)? zumindest geht es bei denen um penis absägen mit spielwerkzeug oder am po rumdrücken mit irgendwelchen gegenständen. dabei kam raus das der andere ihm so einen plastikhaken in den po gesteckt hat, wohl nur vorne und das tat auch nicht weh sondern kitzelt. jetzt wollte mein lütter das ich das auch mal mache weil er das kitzeln so toll findet :shock: ääääääääh ja. ich hatte ihm dann wieder gesagt das sie sich da doll bei verletzen können und sie das nicht machen sollen.

    am penis hat der andere ihn mit einem spielschieber den penis so eingedrückt das der oben etwas blau ist :shock: :sad:. mein sohn hat wohl gesagt das er aufhören soll aber hat er nicht und meiner schubste ihn dann weg. jetzt weiß ich zumindest das ich mit der mutter und den erzieherinnen reden werde einfach weil ich angst habe das die ihm da mal echt weh tun und verletzen. im kiga gibt es ja viel gefährlichere sachen und da sind sie noch eher ungestört.

    ach ja und die sind zu dritt im kiga und machen das, beide jungs älter als mein sohn, das stört mich so...aber bin schon etwas runtergekommen diesbezüglich auch weil mein hase mir alles erzählt hat. ich hoffe er wird mir immer so vertrauen auch wenn er eingeschüchtert wird etc.
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Oh das ist wirklich toll, dass er dir das so ausführlich erzählt hat!

    Penis abschneiden war bei Mirco und seinem Cousin übrigens auch in den Spielen enthalten. Aber blaue Flecke darf das natürlich nicht geben. Und wenn Stop gesagt wird muss aufgehört werden. Insofern ist es sicher gut, wenn du da mal ein paar Gespräche führst.
  • Ayse76Ayse76

    146

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    :shock: :shock: :shock:
    Ich bin ja echt geschockt was dort im Kindergarten abgeht. Also hallo. Entschuldigt aber für uns (Kinder) sind solche Doktorspiele wie ihr sie nennt absolut tabu. Niemals sollen sich meine Kinder von jemanden anderes anfassen lassen. Die verlieren doch ihre Scham bei solchen Spielchen. Mag für euch völlig normal sein, aber in unserer Religion und Tradition ein absolutes tabu. Wir haben unseren Kindern so zeitig wie möglich klar gemacht, das sie niemand aber wirklich niemand da anzufassen hat. Außer natürlich ein Arzt, aber das wissen sie.
    Tut mir leid, da bin ich echt sprachlos. In welchem Alter sind die denn???

    ayse
  • NaseweisNaseweis

    5,435

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ja gut, dass ist eure Mentalität.
    In welcher hinsicht denkst du verlieren sie ihre Scham? Wenn ein Kind das nicht möchte, dann soll/darf es ja klar "nein" sagen. Es gehört ja ein stückweit zur Entwicklung, dass man seinen und andere Körper "erforscht" bzw dass da eine kindliche neugier enthalten ist.

    Ich weiss jetzt nicht wie ich das erklären soll ?
  • Caro2310Caro2310

    20,547

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Naseweis das hast du gut geschrieben. Das erforschen des Körpers ist etwas ganz natürliches. So lange das Kind jederzeit nein sagen kann.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ja, und tabu wird dann womöglich nicht nur das Selbsterkunden, als auch das Sprechen über Sexualität an sich. Die Kinder dürfen sich dann von Älteren Kindern aufklären lassen. Nee danke, diese Kinder werden vielleicht Erwachsene, die es deswegen nie schaffen, über den eigenen Körper Bescheid zu wissen und nur die nicht so tollen Bezeichnungen der Körperteile (die Schimpfwörter etc. ) von Cousins etc. übernehmen.
  • krabbeltierkrabbeltier

    3,047

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    es ist ja schon etwas länger her wo ich diesen Thread eröffnet habe und seitdem denke ich da auch anders drüber. Also ich habe akzeptiert das es ganz normal ist was mein Sohn da macht solange er das möchte. Ich habe da offen mit ihm drüber geredet das er das machen kann aber NEIN sagen soll wenn er etwas nicht möchte oder es weh tut.

    Mit seinem besten Freund macht er auch so kleine Spielchen und die beiden haben mir sogar schon gezeigt was sie da genau machen. Sie legen sich eben aufeinander und das wars, manchmal nackt. Sie fragen mich sogar vorher ob sie das machen dürfen und ich sage immer JA wenn beide es wollen. Sie verstecken sich dann unter einer Decke und man hört auch wenn jemand sagt STOP, AUA... Das machen die 2-3 mal und dann wars das. Ich sehe das nicht mehr so eng denn ich habe als KInd ähnliches gemacht. Würde ich das verbieten wäre der Reiz des Verbotenen doch viel größer und die würden wer weiß was machen. So weiß ich was sie machen und er fragt sogar vorher (nicht immer) weil er weiß das er mir vertrauen kann. Er weiß das es nicht schlimm ist was er da macht und lernt so ein normales Verhältnis zu seinem Körper. Ich stell mir vor wenn ich das verbieten würde, er hätte immer Angst wenn er das doch mal machen würde weil er denken würde es ist was ganz schlimmes, verbotenes. Da ist es mir so lieber.
  • Umm NuzaUmm Nuza

    515

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo

    Ich glaube ja, dass wir der selben Religion angehoeren... :grin:

    Ja, bei uns ist das wirklich etwas anderes. Wir haben da striktere Richtlinien, als auch ich sie mir als Kind gewohnt war. Fuer uns ist ein Koerper ab dem Bauchnabel tabu.
    Aber natuerlich hat auch meine Tochter den Selbsterforschungstrieb. Den ich auch in einem natuerlichen Maas zulasse, zu Hause, alleine. Aber den Austausch mit anderen in dieser intimen Region waere uns auch zu direkt, jetzt Geschlechts unspezifisch.

    Aber sicher wird bei uns zu Hause auch ueber alle Themen gesprochen und unsere Kinder werden von uns Eltern aufgeklaert und die Geschleichtsteile werden auch jetzt schon benannt. Es wird nicht einfach darueber geschwiegen, aber auf eine andere Art und Weise darueber gesprochen.

    Ich finde das Urteil von Milchmaedchen da etwas vorschnell, dass diese Kinder spaeter Probleme haben werden. Es ist ja alles ein anderes System, in dem wir jetzt leben. So dass auch die Sexualitaet im Erwachsenen Alter einen anderen Stellenwert hat. Man kann dies wirklich nicht eins zu eins uebertragen oder einfach einen Bestandteil daraus.

    Ich denke der Umgang mit der Sexualerziehung ist wirklich Privatsache. Ich habe ja noch keine Kinder im Doktoralter. Mal sehen... ich schreibe das jetzt einfach mal so theoretisch wie das bis jetzt bei uns ist und in unseren Vorstellungen fuer die Zukunft.

    Liebe Gruesse Umm Nuza
  • Ayse76Ayse76

    146

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    wenn ich von kleinauf mit diesen doktorspielchen oder nackt spielchen (wie im Duisburger Kindergarten) vertraut bin, verliert man eine gewisse Hemmschwelle. Meine Kinder schämen sich selbst vor uns und das ist auch gut so. Selbst in der Schule geht mein Sohn immer woanders hin sich umziehen. Natürlich reden wir auch über das Thema, aber ich denke mit 8 und 6 Jahren muss ich noch keine Aufklärungsgesrpäche führen. Ich finde auch das die Kinder viel zu früh Aufgeklärt werden, da braucht man sich garnicht wundern wenn die noch Kinder mit 13 oder 14 selber Mutter werden. Wie heißt das Sprichwort?: "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß". Ich mag vieleicht eine altmodische Einstellung haben ist mir aber letztentlich egal.
  • krabbeltierkrabbeltier

    3,047

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    naja da hat eben jeder seine Meinung zu. Ich fände es jetzt total schlimm wenn sich meine Kinder vor uns schämen würden obwohl so ein Alter sicher auch kommt. Und als Kinder haben wir es immer komisch gefunden wenn sich jemand beim Duschen nicht ausgezogen hat. Wir sehen doch alle gleich aus.

    Mein Sohn hat eine gute Einstellung zu seinem Körper denke ich. Er würde auch nicht von jedem da unten anfassen lassen und selbst beim Arzt hat er sich geweigert sich da freizumachen.
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ayse76 schrieb:
    Ich finde auch das die Kinder viel zu früh Aufgeklärt werden, da braucht man sich garnicht wundern wenn die noch Kinder mit 13 oder 14 selber Mutter werden. Wie heißt das Sprichwort?: "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß".
    Ich wage zu bezweifeln, dass es gerade die früh aufgeklärten Kinder sind, die als Teenager Eltern werden.


    Hier kann man einiges über das Thema Aufklärung (wann wie viel...) und auch über Doktorspiele lesen:
    http://www.tk-online.de/centaurus/gener ... ng__n.html
  • NaseweisNaseweis

    5,435

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ja sicher hat da jeder seine Einstellung...aber uii finde ich schon heftig, wenn sich Kinder vor den eigenen Eltern in dem Alter schämen. Wieso denn? Ich meine der eigene Körper ist doch nichts schlimmes! Eigentlich. Ich sage das deshalb, weil ich persönlich ein grosses Problem mit mir und meinem Körper habe und mich nämlich ruckzuck schäme! Selbst vor meinem Mann :oops: und das ist wahrlich kein schönes Gefühl! Man ist immerzu verkrampft usw.
    Sowas möchte ich eigentlich meinen Kindern ersparen!
    Bezüglich Auklärung...naja ich glaube nicht dass eine gute Aufklärung schuld an frühreife und ungewollten Sschaften ist...eher eine schlechte Aufklärung. Wann sollte man ein Mädchen denn dann Aufklären? Wenn sie weinend da steht weil sie keine Ahnung hat wieso sie blutet?

    (möchte niemand zu nahe treten, das interessiert mit halt )
  • Caro2310Caro2310

    20,547

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Sorry Ayse aber da muß ich dir auch wiedersprechen. Mangelnde Aufklärung sorgt für junge Mütter. Und ich finde es traurig wenn sich ein Kind so schämt das es sich nicht mal mehr in eine Umkleidekabienen (die sind ja normaler Weise nach Geschlecht getrennt) mit den anderen umzieht. Und der Spruch "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß" halte ich hier für unangebracht. Denn die Kinder bzw später Jugendlichen haben Gefühle auch Sexuelle nur wenn sie nicht wissen was mit Ihnen los ist werden sie sich vieleicht noch für unnormal halten
  • Umm NuzaUmm Nuza

    515

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo

    Also ich nochmals... ich kenne ja beide Seiten. Ich bin von 68er Eltern sehr natuerlich und offen aufgezogen worden. Fuer mich war das schon manchmal ein Problem und auch irgendwie jetzt im nachhinein reflektiert auch eine Grenzueberschreitung. Aber ich denke immer das Zwischending ist wohl das Beste.

    Ich denke nicht, dass es noetig ist seine Kinder moeglichst frueh aufzuklaeren, damit es eine gute Aufklaerung ist. Genauso wenig glaube ich, dass solche Kinder frueher Muetter werden. Aber ich denke, dass man ein Kind mit einer zu fruehen Aufklaerung und zu detailierten Aufklaerung auch ueberfordern kann. So erging es mir. Jedoch sollte eine Aufklaerung stattfinden und sich nicht nur auf ein einmaliges Gespraech belaufen. Sondern es sollte ein Prozess sein, der vor den pubetaeren Entwicklungen einsetzen sollte.

    Jedoch will ich auch, dass meine Kinder eine natuerliche Scham behalten. Diese sollte jedoch auch nicht ueberzuechtet werden.

    Bei uns Muslimen ist es nun mal so, dass auch Frauen untereinander sich nicht nackt sehen sollten. Der Bereich ab Schultern bis Knien ist tabu. Bei den Jungen daselbe einfach ab Bauchnabel bis zu den Knien. Daher moechte ich auch fuer meine Kinder nicht, dass sie sich so oeffentlich umziehen. Aber das ist jetzt einfach unser religioese Kontext. Wollte das einfach zur Erklaerung erwaehnen, warum Ayse da Wert darauf legt.

    Ich bin aber auch der Ansicht, dass ein gewisses Erforschen des eigenen Koerpers notwendig ist um sich damit zu identifizieren und spaeter auch damit sexuell agieren zu koennen. Nur sollte aus meiner Sicht das in einem privaten Rahmen stattfinden. Zudem bin ich froh, dass meine Tochter doch so einen offenen Umgang mit mir hat, dass ich weiss was sie macht und sie nicht doch einfach alles macht, einfach hinter verschlossenen Tueren und schlechtem Gewissen. Denn so ist es auch ansprechbar und greifbar.

    Ich bin mir aber durchaus bewusst, dass es da aus islamischer Sicht auch viele unterschiedliche Meinungen/Reglungen gibt.

    Liebe Gruesse Umm Nuza
  • Ayse76Ayse76

    146

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Einige werden sicher von diesem Fall gehört haben. Ich kann leider nicht verstehen warum im Fall "Kindergarten Duisburg" die Staatsanwaltschaft ermittelt und das Jugendamt sich einmischt. Wenn es doch so normal ist? Sicherlich gibt es gewisse Dinge im Leben die dazu gehören, vieleicht auch das man seinen Körper erforscht, aber dann bitte wie Umm Nuza geschrieben hat; im privaten Bereich.
  • Snoopy82Snoopy82

    7,740

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich denke, man muss - wie eigentlich überall - den für sich richtigen "goldenen Mittelweg" finden.

    Ich halte nichts davon, seinen Körper generell zu verstecken und zur "Scham" zu erklären ... in einer Situation, in der Nacktsein normal ist, und von den meisten Leuten keine "sexuellen Phantasien" zu erwarten sind (z.B. unter der Schwimmbaddusche, in der Sauna, etc.) finde ich nichts dabei, mich nackt zu zeigen.

    In anderen Situationen dagegen, wie z.B. in besagtem Kindergarten, finde ich Nacktsein nicht "normal", weil es eben nicht der Situation angemessen ist.

    Ich würde mir z.B. gar nichts dabei denken, wenn ich Leuten, die ich kenne, in der Sauna begegnen würde, aber wenn die gleichen Leute mich zu Hause nackt rumlaufen sähen, wäre mir das unangenehm - weil es einfach eine andere Situation ist!

    Was in welcher Situation angemessen ist, und was nicht, ist natürlich überall unterschiedlich - die sozialen Regeln werden halt von der Gesellschaft festgelegt. Ich stelle es mir schwierig vor, wenn man in einer anderen Gesellschaft lebt als die, in der man aufgewachsen ist (oder die man aus dem Elternhaus kennt) - man hat quasi die Wahl zwischen den gelernten und den gesellschaftlich akzeptierten Regeln, bzw. muss irgendwie einen Weg finden, mit dem alle klar kommen.

    Sich als Kind beim Umziehen zum Sportunterricht zu "verstecken" finde ich z.B. übertrieben, und kann zur Folge haben, dass das betreffende Kind von den anderen ausgelacht wird, weil es sich halt nicht den "Regeln" gemäß verhält ... zumal Kinder in dem Alter sich ja wirklich noch nichts dabei denken, wenn sie ihre Altersgenossen nackt sehen (zumal man ja beim Umziehen zum Sport die Unterhose normalerweise anbehält ... ).

    Unter der engeren Familie finde ich es irgendwie befremdlich, sich nackt zu schämen - nun sind meine Kinder natürlich noch so klein, dass sich nackt-sein sowieso nicht vermeiden lässt, weil sie sich noch nicht immer allein anziehen ... wenn sie älter werden, finde ich es richtig, sich nach dem Kind zu richten ... meine Kinder sollen lernen, dass sie die Grenzen setzen - wenn es für sie weitehrin ok ist, hier nackt rumzulaufen vor uns, ist das in Ordnung - wenn sie sich beim umziehen einschließen wollen, ist das genauso in Ordnung - schlimm finde ich, wenn etwas dem Kind aufgezwungen wird - das gilt meiner Meinung nach sowohl für das eine als auch für das andere Extrem!!
    Erfahrungsgemäß entwickeln Kinder von sich aus ein natürliches Schamgefühl, wenn sie in ein Alter kommen, in dem sie anfangen, sich für Sexualität zu interessieren - dieses muss natürlich voll respektiert werden!!


    Ich finde es wichtig zu bedenken, dass zu viel "Geheimnis drum machen" erst recht das Interesse schürt, und dazu führen kann, dass heimlich alles ausprobiert wird, was eigentlich verboten ist ... wenn dann nicht ausreichend aufgeklärt wird, kommt es dann auch schonmal zu ner Schwangerschaft mit 13 ... (wobei das nicht heißen soll, dass alle schwangeren Jugendlichen zu prüde aufgewachsen sind - aber eben auch nicht, dass sie zu früh aufgeklärt wurden!)

    @Ayse
    Du schreibst, Du hälst ein Alter von 6 und 8 zu früh, um aufzuklären - darf ich fragen, wie Du dann damit umgehst, wenn Deine Kinder Dir zu dem Thema fragen stellen? Weichst Du aus, oder beantwortest Du sie? Welches Alter hälst Du für angemessen zum Aufklären und vor allem, wie sollte das dann ablaufen?
    Nu ist Dein 8jähriger ja ein Junge, aber angenommen, er wäre ein Mädchen - fändest Du 8 dann auch zu früh? Es ist ja durchaus möglich, dass ein Mädchen mit 8 oder 9 schon seine Periode bekommt ... wenn es dann nix weiß, ist das doch ein ziemlicher Schock!!

    Das interessiert mich wirklich, weil ich das Thema Aufklärung für schwierig halte ... ich persönlich halte es so, dass ich Fragen ehrlich beantworte (auch jetzt schon, wobei natürlich mit 3,5 noch keine detaillierteren Fragen kommen, und ich beantworte sie natürlich altersgemäß!), und das möchte ich auch so beibehalten ... idealerweise wird es dann so laufen, dass die Fragen mit steigendem Alter detaillierter werden, so dass der Themenbereich dann irgendwann so weit ist, dass das Kind aufgeklärt ist - ob das in der Realität so klappen wird, weiß ich natürlich nicht ...
  • GretchenGretchen

    3,369

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ein sehr interessantes Thema, über das ich mir auch schon meine Gedanken gemacht habe, obwohl es bei uns noch nicht aktuell ist. Prinzipiell bin ich dafür, dass die Kinder großwerden mit einem gesunden, natürlichen Körpergefühl. Doktorspiele haben wir wohl alle gemacht, mehr oder weniger verschämt, aber immer mit dem Gefühl im Hinterkopf, dass das nicht in Ordnung ist, was wir da machen. Und genau dieses Gefühl sollte aber auch da sein. Versteht mich nicht falsch, das Erforschen des eigenen Körpers gehört zur Entwicklung dazu und ich wäre die letzte, die dagegen etwas sagen würde. Im Gegenteil! Ich werde immer offene Ohren haben für diesbezügliche Fragen meines Kindes und ich werde diese auch immer und in jedem Fall beantworten - natürlich alters- und kindgerecht. Dies betrifft aber das Erforschen des eigenen Körpers und wie hier einige geschrieben haben, den privaten Raum. Womit ich nicht einverständen wäre, wenn sich die Kinder gegenseitig manipulieren und das eventuell sogar mit Gegenständen, dass diese vielleicht sogar in Körperöffnungen eingeführt werden. Ich würde auf keinen Fall schimpfen oder sonstiges, niemals! Aber ich werde Franzi unmißverständlich zu verstehen geben, dass an diesen Stellen seines Körpers NIEMAND etwas zu suchen hat. Weil dazu auch eine gewisse geistige Reife gehört und die Kinder noch gar nicht richtig abchecken können, ob sie das wirklich wollen oder nicht. Wie hier einige schon geschrieben haben - die Kinder waren erst damit einverstanden, dann wiederum fanden sie es nicht schön, dann wurde die Mama wieder aus dem Zimmer geschickt. Das Thema ist aber zu ernst und es geht hier nicht um ein Essen, was das Kind erst möchte und dann wieder nicht und dann wieder doch....

    Prinzipiell finde ich auch, dass heutzutage mit der Sexualität zu freizügig umgegangen wird. Ich selbst bin kein prüder Mensch und schäme mich auch meiner Nackheit nicht, aber wenn ich sehe, wie die Gesellschaft bzw. Öffentlichkeit mit diesen Themen umgeht...hmm....so möchte ich das eigentlich weder für mich, noch für meinen Sohn.

    Ich bin übrigens nicht der Meinung, dass mangelnde oder auch zuviel Aufklärung dafür verantwortlich ist, dass soviele junge Mädchen bereits Mütter werden und dass 12jährige schon Sex haben. Ich glaube, es hängt einfach mit dem von mir schon genannten jetzigen Bild der Sexualität in unserer Gesellschaft und natürlich auch mit mangelndem Selbstbewußtsein mancher Mädchen und Jungen zusammen.
  • Ayse76Ayse76

    146

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    In meiner Kindheit gab es keine Doktospielchen.
    Aufklärung ja das ist ein schweres Thema. Meine Tochter ist jetzt 6 Jahre, ein pfiffiges Mädchen und bei ihr stell ich es mir besonders schwierig vor. Sicherlich werde ich meine Tochter aufklären so gut wie es geht.
    Meiner Meinung nach sollte die Eltern die Aufklärung durchführen und nicht die Schule. Wenn ich von Freundinnen höre das die mit Aufklärung in der 3. Klasse anfangen da stehen mir die Haare zu Berge. In unserer Zeit fing es in der 7. oder teilweise 8. Klasse an.
    Naja einige klären ihre Kinder zeitig auf, andere etwas später. Jeder sollte für sich bestimmen wann es angemessen ist.

    ayse
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Aber in der 7./8. Klasse haben wirklich viele Mädchen schon ihre Periode. Und das ist wirklich verdammt traumatisch, wenn man anfängt zu bluten und nicht weiß was das ist. Meine Mutter dachte damals, sie habe Krebs.

    Wenn deine Kinder hier zur Schule gehen werden sie nicht daran vorbei kommen in der Schule aufgeklärt zu werden.

    Ich wüsste auch gar nicht, wie ich meine Kinder groß werden lassen könnte, ohne sie bis zu einem gewissen Graf aufzuklären. Wenn ich erst mal wieder einen kugelrunden Bauch haben werde, kommen die Fragen von ganz allein. Hat deine Tochter da gar nicht nach gefragt?
  • GretchenGretchen

    3,369

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @ayse
    Ja, der Meinung bin ich auch. Die Aufklärung müsste Sache der Eltern sein. Nur die Eltern können sehen, wie weit das Kind in der Entwicklung ist. Denn die Aufklärung sollte nicht nur alters-, sondern auch kindgerecht und damit individuell sein.
  • Caro2310Caro2310

    20,547

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Oh teilweise beginnt die erste Aufklärung schon in der Vorschule. Natürlich nicht im Detail aber das die Babies im Bauch der Mama wachsen und so weiter. In der Grundschule geht es weiter und meine Tochter hat jetzt in der 8. Klasse eine ganze Projektwoche dazu. Da ging es dann wirklich ins Detail. Die habe auch geübt Kondome über Künstlichen Penis zu ziehen und eine FÄ hat Rede und Antwort gestanden und über die verschiedenen Verhütungsmittel gesprochen. Auch über Geschlechtkrankheiten wurden sie informiert.
    Aber ich kann mich erinnern das ich vor 35 Jahren auch Aufklärung in der Grundschule schon hatte und dann nochmal auf der Oberschle.

    Gretchen ich denke schon das vernünftige Aufklärung einige Mädels vor der SS bewahrt hätte. Nicht vor dem (zu) frühen Sex da stimme ich dir zu. Ich denke auch da spielen andere Faktoren eine Rolle als Aufklärung. Und ja die erste Aufklärung soll von den Eltern erfolgen aber da es viele nicht schaffen hat es die Schule übernommen.

    Eo so ging es Sarahs Freundin auch. Da mußten die Freundinnen und Lehrer in der Schule erstmal schnell aufklären und das Kind mit Binden versorgen
  • krabbeltierkrabbeltier

    3,047

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    also ich war schon geschockt als ich meine Periode bekam obwohl ich aufgeklärt war. Mag mir gar nicht vorstellen was für eine Angst ich gehabt hätte wenn ich nicht gewusst hätte woher das ganze Blut kommt.
  • NaseweisNaseweis

    5,435

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Gretchen schrieb:
    @ayse
    Ja, der Meinung bin ich auch. Die Aufklärung müsste Sache der Eltern sein. Nur die Eltern können sehen, wie weit das Kind in der Entwicklung ist. Denn die Aufklärung sollte nicht nur alters-, sondern auch kindgerecht und damit individuell sein.


    Das mag sicher richtig sein, aber es besteht eben die Gefahr für einige Kinder, dass sie dann ja nicht aufgeklärt werden. Denk ich jetzt mal, weiss es natürlich nicht....aber ich glaube nicht jeder nimmt das Thema so ernst wie jetzt wir hier bzw das Pflichtgefühl was man als Eltern auch hat. Und ich glaube dem möchte man einfach entgegenwirken ?! So könnte ich mir das nun vorstellen.

    Und ich möchte natürlich auch nicht, dass sich meine Kinder mit *in Körper sachen einführen* dem Doktorspiel widmen....ich habe eigentlich wirklich nur das "normale" Doktorspielen gemeint. Hätte ich vielleicht dazu schreiben sollen.
  • GretchenGretchen

    3,369

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Es ist auf jeden Fall wichtig, dass die Kinder aufgeklärt werden! Und ich finde es auch sehr schlimm, wenn kleine Mädels hilflos mit ihrer ersten Periode dastehen und denken, dass sie sterbenskrank sind und eventuell sogar noch ausgelacht werden. So ein Erlebnis kann traumatisch sein.
    Nur kann ich halt nichts damit anfangen, dass die Kinder mit 14 Jahren schon einheitlich üben, wie das mit den Kondomen funktionert und dergleichen. Ich meine, da sind dann Kinder drunter, die hätten diese Art der Aufklärung schon zwei Jahre eher gebraucht (in dem Fall läuft dann aber etwas total schief!!!) und es gibt Kinder, die damit total überfordert sind. Bei denen hätte man mit dem Thema noch gut und gerne 2 oder 3 Jahre warten können. Die müssen sich jetzt also auch mental mit dem Thema Sexualität auseinandersetzen, obwohl sie das eigentlich noch gar nicht wollen oder können. Und das bei solch einem sensiblen Thema. Ich finde die Lösung, wie sie jetzt praktiziert wird, nicht befriedigend. Ich muss aber gestehen, dass mir auch keine gescheite Lösung einfällt, eben weil da auch Kinder dabei sein, die von daheim nicht aufgeklärt werden. Und an diese muss man in diesem Fall ja auch mit denken. Schwierig...
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Glaubt ihr wirklich, wenn die Aufklärung in Elternhand wäre, dass dann weniger Jugendliche traumatische Erfahrungen mit dem Thema Sexualität hätten? Weil alle Eltern ihre Kinder sensibel und entwicklungsgemäß aufklären würden? Is klar :roll: .... Also ich bin froh, dass hierzulande ein offener Umgang mit dem Thema zumindest in den Lehrplänen realisiert wird, ich denke viele Kinder und Jugendliche würden sonst überhaupt nicht oder höchst unzureichend aufgeklärt werden. Es geht nicht nur um ungewollte SS, es geht auch um Geschlechstskrankheiten wie Hepatitis und HIV.

    Ganz ehrlich, wenn ich mir Diskussion hier anhöre wird mir ganz anders: Sexualität ist ein natürlicher Teil des Menschen, Kinder sollten sich weder bei Doktorspielen böse fühlen müssen noch weil sie den Umgang mit einem Kondom üben, obwohl sie es noch nicht sofort benötigen. Daran ist nichts schlimmes!
    Ayse76 schrieb:
    Ich kann leider nicht verstehen warum im Fall "Kindergarten Duisburg" die Staatsanwaltschaft ermittelt und das Jugendamt sich einmischt. Wenn es doch so normal ist?

    Na das kann ich dir erklären: weil ziemlich hysterische Menschen Strafanzeige erstattet haben, weil nackte Kinder in einem separaten Raum gespielt haben, mit Einverständnis ihrer Eltern! Weil das als 'Pornografie' bezeichnet wurde :shock: !
    Versteh mich nicht falsch: ich kann verstehen, dass sich Muslime in ihrer Religionsausübung verletzt fühlen, wenn solche Grenzen überschritten werden. Ich bin dafür, dass sich Eltern prinzipiell frei entscheiden können, wo ihre persönliche Grenze in diesem Bereich liegt, so gesehen hat die dortige KiGa-Leitung sicher unsensibel gehandelt. Doch prinzipiell gelten nackte Kinder hierzulande nicht als Pornografie.
    Es ist wichtig und richtig, dass Eltern die freie Wahl haben und die Möglichkeit, ihre Kinder nicht am Aufklärungsunterricht teilnehmen zu lassen. Noch wichtiger ist es aber dass er stattfindet.
  • Caro2310Caro2310

    20,547

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Tcha es ist wirklich kein leichtes Thema. Aber ich glaube nicht das 13 oder 14 jährige mit dem Thema überfordert sind. Also wirklich Kinder die erst mit 16 oder 17 anfangen ihre Sexualität zu entdecken sind sehr sehr selten. Viele sind da schon sexuell aktiv ohne das die Eltern das wissen. Ich habe es in meiner Arbeit in Jugendgruppen gelernt. Die Eltern denken echt ihre Kinder sind im Schach-Club oder Balett, nee die waren in irgendwelchen düsteren Ecken heimlich knutschen :confuded: Von daher sehe ich die Aufklärung etwas anders weil ich zu viele Mädchen zum Gespräch bei Pro Familia und so begleien mußte. Manche hatten echt angst vom Küssen schwanger zu werden und andere haben sich einreden lassen, bim 1. Mal passiert :confuded: Daher halte ich eine rechtzeitige Aufklärung wirklich für erforderlich. Natürlich am Besten von den Eltern, die ihr Kind am besten kennen sollten Übrigens waren bei der Projektwoche Mädels und Jungen getrennt. Die Jungen hatten auch männliche Ansprechpartner.

    Äh und damit es nicht verkehrt rüber kommt, ich bin nicht für frühen sex. Ich bin aber gegen frühe ungewollte Schwangerschaften und verstoöhrte Kinder die von ihren Tagen überrascht werden
  • GretchenGretchen

    3,369

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    sopie74 schrieb:
    Glaubt ihr wirklich, wenn die Aufklärung in Elternhand wäre, dass dann weniger Jugendliche traumatische Erfahrungen mit dem Thema Sexualität hätten? Weil alle Eltern ihre Kinder sensibel und entwicklungsgemäß aufklären würden? Is klar :roll: ....

    Das hat doch gar niemand gesagt oder hab ich da was überlesen? Ganz verwundert guck :shock:
    sopie74 schrieb:
    Ganz ehrlich, wenn ich mir Diskussion hier anhöre wird mir ganz anders: Sexualität ist ein natürlicher Teil des Menschen, Kinder sollten sich weder bei Doktorspielen böse fühlen müssen noch weil sie den Umgang mit einem Kondom üben, obwohl sie es noch nicht sofort benötigen. Daran ist nichts schlimmes!

    Natürlich ist Sexualität ein natürlicher Teil des Menschen und natürlich sollen sich Kinder bei Doktorspielen nicht böse fühlen. Ein Kind sollte es aber nicht als natürlich ansehen, wenn eine andere Person (und da ist es mir egal, ob diese Person 3, 5 oder 12 Jahre alt ist), an seinem Körper rumspielt. Und genau das möchte ich Franzi mit auf den Weg geben und zwar ohne, dass ich ein eventuelles Doktorspiel von ihm in irgendeiner Art und Weise werten werde.

    Wenn die Kinder sich selbst erforschen: Bitte, kein Problem! Wieso auch? Hier kann das Kind ganz für sich allein entscheiden - jetzt höre ich auf oder jetzt mach ich weiter, weils schee is :biggrin:
    Ehrlich gesagt wüsste ich jetzt auch nicht, wozu das Kind eine andere Person braucht, um seinen eigenen Körper kennenzulernen und zu erforschen :traurig04:
    Zumal es auch gut sein kann, dass das Kind sich gar nicht mehr traut, in solch einer Situation Nein zu sagen. Ein Kind in diesem Moment allein zu lassen und es damit einfach frei experimentieren zu lassen, finde ich etwas bedenklich. Aber letztendlich hat dazu natürlich jeder seine eigene Meinung und geht auch seinen eigenen Weg.
  • GretchenGretchen

    3,369

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Caro2310 schrieb:
    Tcha es ist wirklich kein leichtes Thema. Aber ich glaube nicht das 13 oder 14 jährige mit dem Thema überfordert sind. Also wirklich Kinder die erst mit 16 oder 17 anfangen ihre Sexualität zu entdecken sind sehr sehr selten. Viele sind da schon sexuell aktiv ohne das die Eltern das wissen.

    Warum werden denn aber die Kinder immer jünger, die miteinander schon Sex haben? Hat das nicht vielleicht auch mit unserem gesellschaftlichen Bild von Sexualität zu tun? Alles ist gestattet, alles ist natürlich und alles ist normal - weil es Spaß macht. Wogegen ich im Prinzip nichts habe, ich praktiziere ja auch nichts anderes ;-) Aber manchmal wünsche ich mir ein wenig mehr Schamhaftigkeit (mir fällt kein besseres Wort ein, ich wollte es eigentlich nicht gebrauchen) zurück. Dass man nicht an jeder Straßenecke einen blanken Busen blitzen sieht und im Fernsehen Werbeblöcke laufen, dass es einfach nur noch zum Weglaufen ist.
    Caro2310 schrieb:
    Äh und damit es nicht verkehrt rüber kommt, ich bin nicht für frühen sex. Ich bin aber gegen frühe ungewollte Schwangerschaften und verstoöhrte Kinder die von ihren Tagen überrascht werden

    Ja, dagegen bin ich auch ;-)
  • bratenbraten

    2,538

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich finde, aufklärung und sex haben erstmal nicht viel miteinander zu tun. zur aufklärung gehört doch auch dass man die kindern bestärkt dass sie selbst entscheiden dürfen wer was mit ihrem körper machen darf?! und das bild, das die medien von sexualität bzw. liebe verbreiten ist auch wieder was ganz anderes als aufklärung, dh. bei einer gescheiten aufklärung (ob zuhause oder in der schule) sollte durchaus auch vorkommen dass es da einen unterschied gibt.
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